Ex-Anwalt Cohen sagt in Betrugsprozess gegen Trump aus

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    USA,

    Michael Cohen hat im Betrugsprozess gegen seinen einstigen Mandaten Donald Trump ausgesagt. In diesem Prozess droht ihm keine Haftstrafe.

    Michael Cohen, Ex-Anwalt des ehemaligen US-Präsidenten Trump, kommt zu einem Gericht in Manhattan im Rahmen des Betrugsprozesses gegen seinen früheren Arbeitgeber.
    Michael Cohen, Ex-Anwalt des ehemaligen US-Präsidenten Trump, kommt zu einem Gericht in Manhattan im Rahmen des Betrugsprozesses gegen seinen früheren Arbeitgeber. - Yuki Iwamura/FR171758 AP/AP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Michael Cohen hat in New York gegen Donald Trump ausgesagt.
    • Dieser habe ihn angewiesen, Vermögenswerte seiner Firma kleiner anzugeben.
    • Damit hat sich der Ex-Präsident günstigere Kredite erhofft.

    Der Ex-Anwalt des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, Michael Cohen, hat in einem New Yorker Betrugsprozess gegen seinen früheren Arbeitgeber ausgesagt.

    Trump verfolgte die Aussage des Juristen am Dienstag vor Gericht in Manhattan laut US-Medienberichten ausdruckslos und beriet sich hin und wieder mit seinem Anwaltsteam. Cohen wiederholte vor Gericht Aussagen, die er bereits zuvor getätigt hatte. Demnach habe Trump ihn beauftragt, Vermögenswerte seines Unternehmens höher aussehen zu lassen, als sie eigentlich gewesen seien.

    Trump bezeichnet Cohen als «erwiesenen Lügner»

    Trump bezeichnete Cohen vor Beginn des Prozesstages als «erwiesenen Lügner». Cohen sprach von einem «ganz speziellen Wiedersehen». In dem Betrugsprozess geht es um Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, nach denen der Ex-Präsident, seine Söhne und Mitarbeiter den Wert der Trump Organization jahrelang manipuliert haben sollen, um an günstigere Kredite und Versicherungsverträge zu kommen.

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    Der ehemalige Trump-Anwalt Michael Cohen verlässt ein Gericht in New York. (Archivbild) - keystone

    Eine Gefängnisstrafe oder direkte Auswirkungen auf seine Präsidentschaftsbewerbung drohen dem Republikaner Trump zwar nicht, doch geschäftlich könnte ihm eine Verurteilung grossen Schaden zufügen.

    Cohen hatte mehr als ein Jahrzehnt lang für Trump gearbeitet und war eine zentrale Figur in mehreren Affären um den Republikaner. Er wurde oft als Trumps «Ausputzer» beschrieben – bis es zum Bruch zwischen beiden kam.

    Cohen auch Kronzeuge bei Schweigegeld-Prozess

    Der Jurist ist auch Kronzeuge bei der Anklage gegen Trump im Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen. Cohen hat gestanden, 130'000 Dollar Schweigegeld an Pornostar Stormy Daniels gezahlt zu haben, um zu verhindern, dass sie im Wahlkampf 2016 über ihre angebliche Affäre mit Trump sprach.

    Cohen wurde am Ende zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, durfte aber wegen der Corona-Pandemie einen Teil der Strafe im Hausarrest absitzen. Trump verklagte Cohen vor einigen Monaten wegen angeblicher Verletzung seiner anwaltlichen Pflichten auf 500 Millionen Dollar Strafzahlung.

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