Tausende demonstrieren in Washington gegen Kavanaugh

    Keystone-SDA
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    USA,

    In Washington, D.C. sind am Donnerstag mehrere Tausend auf die Strasse gegangen, um gegen Brett Kavanaugh zu demonstireren.

    Demonstranten protestieren gegen die Ernennung des Kandidaten Kavanaugh an den Obersten Gerichtshof.
    Demonstranten protestieren gegen die Ernennung des Kandidaten Kavanaugh an den Obersten Gerichtshof. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Tausende Kavanaugh-Gegner haben in Washington gegen seine Wahl protestiert.
    • Die Entscheidung könnte bereits am Samstag fallen.

    Tausende Menschen haben in Washington nach Abschluss der FBI-Untersuchungen gegen die mögliche Ernennung des wegen mutmasslicher sexueller Angriffe umstrittenen Juristen Brett Kavanaugh zum obersten US-Richter demonstriert.

    «Glaubt den Überlebenden» und «Verratet nicht die Frauen, stimmt mit Nein», forderten die Teilnehmer der Kundgebung am Donnerstag auf Plakaten. Zu der Demonstration vor dem Sitz des Obersten Gerichts hatten feministische Organisationen und Bürgerrechtsverbände aufgerufen.

    Nach Ansicht der Demonstranten ist Kavanaugh ungeeignet, den Dienst als oberster Richter zu versehen. Mehrere Frauen werfen dem Juristen sexuelle Übergriffe während dessen High-School- und Studienzeit vor, darunter die Psychologieprofessorin Christine Blasey Ford.

    Aus mehreren Bundesstaaten reisten Opfer von sexueller Gewalt nach Washington, um den Senatoren von ihren Erlebnissen zu berichten. Zugleich wollten sie die Abgeordneten drängen, gegen den Richterkandidaten zu stimmen.

    Die 41-jährige Anwältin Carolyn Heymann aus Alaska wollte nach eigenen Angaben die Abgeordnete Lisa Murkowski zu einem «Nein» bewegen. Die Republikanerin Murkowski hat sich bislang nicht zu ihrem Stimmverhalten erklärt.

    Unterdessen verkündete der republikanische Chef des Justizausschusses des Senats, Chuck Grassley, dass die neuerlichen Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI keinen Hinweis auf sexuelle Übergriffe durch Kavanaugh ergeben hätten. Nun sei es Zeit, über Kavanaugh abzustimmen.

    Das letzte Wort bei der Ernennung des Wunschkandidaten von US-Präsident Donald Trump hat der Senat, in dem die Republikaner nur über eine hauchdünne Mehrheit verfügen. «Richter Kavanaugh sollte am Samstag bestätigt werden», sagte Grassley.

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