Vater

    Suleman (†19) machte Titanic-Trip nur für Vater

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Kanada,

    Suleman Dawood zögerte vor dem Trip zur Titanic aus Angst. Er entschloss sich aber dafür, um seinem Vater am Vatertag eine Freude zu machen.

    U-Boot
    Doch es kam nicht dazu. Das U-Boot implodierte. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Shahzada Dawood und Sohn Suleman starben im U-Boot auf dem Weg zur Titanic.
    • Der 19-Jährige hatte vor dem Trip Angst, ging aber, um dem Vater eine Freude zu machen.
    • Denn der Pakistaner ist seit Kindheitstagen «besessen» von der Titanic.

    Suleman Dawood war mit 19 Jahren der jüngste der fünf Passagiere, die im U-Boot Titan ums Leben gekommen sind. Doch der Student war gar nicht sonderlich erpicht darauf, das Abenteuer zur Titanic anzutreten, er hatte gezögert. Dies berichtet seine Tante Azmeh Dawood gegenüber dem US-Sender «NBC».

    Vor der Exkursion habe er mit ihr gesprochen und ihr gesagt, er habe nicht wirklich Lust darauf und Angst davor. Doch am Ende entschied er sich dennoch, ins U-Boot zu steigen – für seinen Vater. Shahzada Dawood sei ein unglaublicher Titanic-Fan, sagt Azmeh über ihren Bruder. Er sei schon seit Kindheitstagen davon «besessen».

    Dawood
    Suleman und Shahzada Dawood starben bei der Implosion des U-Boots. - twitter

    Die Exkursion begann am Vatertag – ein wichtiger Faktor in Sulemans Entscheidung, wie die Tante berichtet. Denn der Sohn habe seinem Vater unbedingt eine Freude machen wollen.

    Die letzten Tage seien qualvoll für sie gewesen, erzählt Azmeh. Sie sei die ganze Zeit vor dem Fernseher gesessen und habe verzweifelt auf Neuigkeiten über ihren Neffen und Bruder gewartet. Im Moment fühle sie sich ungläubig, die Situation sei unwirklich.

    Auch die Eltern von Shahzada Dawood haben sich in einer Mitteilung gemeldet. Sie danken für die «unermessliche Liebe und Unterstützung», die sie erhalten haben, und den Suchteams für die «unermüdlichen Bemühungen».

    Familie: Harding war «lebende Legende»

    Auch die Familie des Milliardärs Hamish Harding meldete sich in einem über seine Firma verbreiteten Statement. Er sei ein liebevoller Ehemann und ein hingebungsvoller Vater gewesen. Für seine Firma «Action Aviation» sei er ein Wegweiser, eine Inspiration, eine Unterstützung und eine «lebende Legende» gewesen.

    Harding
    Milliardär und Abenteurer Hamish Harding flog 2022 mit Blue Origin ins Weltall. - keystone

    Es sei bemerkenswert, was der «leidenschaftliche Entdecker» in seinem Leben alles erreicht habe. Die Familie sieht es als kleinen Trost, dass sie ihn bei dem verloren habe, was er geliebt habe.

    Die Familie des französischen Titanic-Experten Paul-Henri Nargeolet hofft, er werde «als einer der grössten Tiefseeforscher in Erinnerung bleiben». Dies schreiben seine Kinder und seine Frau in einer Mitteilung. Sie würden sich am meisten an sein grosses Herz, seinen Sinn für Humor und seine Liebe für die Familie erinnern.

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