Star Wars

    «Star Wars»-Editorin Marcia Lucas gestorben

    Keystone-SDA
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    USA,

    Ihre Arbeit gab den ersten «Star Wars»-Filmen den Oscar-reifen Schliff: Die US-Filmeditorin und Ex-Frau von Regisseur und Produzent George Lucas, Marcia Lucas, ist im Alter von 80 Jahren gestorben.

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    Dieses Bild aus dem Jahr 1977 zeigt Harrison Ford, Carrie Fisher und Mark Hamill (von links nach rechts) in einer Szene aus «Star Wars». - keystone

    Lucas, deren Werk als Cutterin weitere einflussreiche Filme der Siebzigerjahre wie Martin Scorseses «New York, New York» und «Taxi Driver» prägte, erlag Ende Mai einer Krebserkrankung, wie das Branchenmagazin «Variety» unter Berufung auf den Anwalt der Familie am Freitag berichtete. «Ihre Arbeit war bekannt für ihre emotionale Intelligenz, Rhythmus und Humanität – eine seltene Fähigkeit, um die Wahrhaftigkeit einer Szene ausfindig zu machen und Herz, Momentum und Klarheit auf die Leinwand zu bringen», heisst es demnach im Statement der Angehörigen.

    Lucasfilm schliesse sich der internationalen Filmgemeinde in der Trauer um Marcia Lucas an, schrieb die von George Lucas gegründete Produktionsfirma. Einem Reporter erklärte sie einst selbst, warum sie das Editieren von Filmen so liebe, zitierte ein Nachruf der Firma Lucas: «Ich besitze die angeborene Fähigkeit, gutes Material zu nehmen und es noch besser zu machen – und schlechtes Material zu nehmen und es zumindest passabel zu gestalten.»

    Filmeditoren, auch Cutter genannt, nehmen bei der Postproduktion eine prägende Rolle ein: Sie fügen das Rohmaterial der Dreharbeiten erst zu dem Gesamtwerk zusammen, das die Geschichte rund erzählt. Für ihren Schnitt von «Star Wars: Eine neue Hoffnung» wurde Lucas gemeinsam mit den anderen Cuttern Richard Chew und Paul Hirsch 1978 mit einem Oscar ausgezeichnet.

    Mit Star-Wars-Schöpfer George Lucas war die Kalifornierin «Variety» zufolge von 1969 bis 1983 verheiratet, sie haben eine gemeinsame Tochter. Zur Postproduktion des Sternenkrieg-Auftakts kam die Cutterin demnach hinzu, als ihr Ehemann feststellte, dass sein Film einer kompletten Überarbeitung bedurfte.

    Von ihr seien entscheidende Impulse für die Filmhandlung gekommen, weil ihre Einschätzung für George Lucas grosses Gewicht hatte, schreibt das Branchenblatt unter Berufung auf Aussagen von George Lucas und dem Luke-Skywalker-Darsteller Mark Hamill: So sei es ihre Idee gewesen, die Heldenfigur des Obi-Wan Kenobi auf dem Todesstern sterben zu lassen. Auch der Kult gewordene Kuss zwischen Luke und Prinzessin Leia sei dank ihrer Überzeugung im Film belassen worden.

    In den Folgejahren wirkte sie an weiteren Lucasfilm-Produktionen mit, wie das Branchenblatt schreibt, darunter an den Star-Wars-Folgefilmen «Das Imperium schlägt zurück» und «Die Rückkehr der Jedi-Ritter».

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    Kommentare

    User #3327 (nicht angemeldet)

    Herzlichen Dank, Marcia, dass du den originalen drei Filmen das gegeben hast, was George nicht konnte und sie zu dem gemacht hast, was sie heute sind. Leider waren sie und viele andere kreative und begabe Geister bei den folgenden Filmen nicht mehr involviert und was herauskam, als George meinte er könne es selber und nur noch Ja-Sager um sich scharte, wissen wir alle...

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