Sprecherin Katie Zacharia in der Kritik nach Pressedebüt
Das Weisse Haus stellt sich hinter Sprecherin Katie Zacharia. Sie hatte sich als Anwältin bezeichnet, doch eine Zulassung ist nicht nachgewiesen.

Ein Journalist fragte US-Präsident Donald Trump am Dienstag, in welchem Bundesstaat seine Sprecherin die Anwaltsprüfung abgelegt habe, berichtet der «ORF». Sprecherin Katie Zacharia antwortete darauf mit den Worten: «Als ich nach China gezogen bin.»
Zacharia spricht von einem «Missverständnis», weil sie die Frage akustisch falsch verstanden habe. Zudem sei es erst ihr zweiter Arbeitstag gewesen, sagte die Sprecherin zu ihrer eigenen Verteidigung.
Das Weisse Haus verteidigt Sprecherin Katie Zacharia als «blitzgescheit» und «einzigartig qualifiziert». Die Ethikorganisation Campaign for Accountability rief zudem die Anwaltskammer Kaliforniens auf, eine Untersuchung einzuleiten, ergänzt der «ORF».
Zweifel an der Laufbahn von Sprecherin Katie Zacharia
Sprecherin Katie Zacharia studierte laut dem «ORF» an der Pepperdine University in Kalifornien Jus und arbeitete als Assistentin eines Rechtsprofessors. Im Lebenslauf der Sprecherin gibt es keinen Hinweis auf eine Anwaltszulassung, obwohl sie sich öffentlich mehrfach als Anwältin bezeichnete.
Laut ihrem LinkedIn-Profil arbeitete Zacharia zwischen 2011 und 2013 als Anwältin für eine Kanzlei in Peking. Chinesische Expertinnen und Experten zweifeln, dass sie dort mehr als Rechtsberaterin gewesen sein kann.
Das Weisse Haus verweist laut «SRF» auf ihre Tätigkeit in Peking, für die sie die nötigen Qualifikationen besessen habe. Ausländer dürfen in China zwar für Kanzleien arbeiten, die Anwaltsprüfung ist laut Rechtsexperten aber chinesischen Staatsangehörigen vorbehalten.
Erster Auftritt im Presseraum
Zacharia beendete ihre erste Pressekonferenz laut der «Stuttgarter Zeitung» nach wenigen Minuten und liess nur drei Fragesteller zu. Sie brach die Fragerunde mit Verweis auf Trumps Reise nach Alaska ab, die erste Frage kam von «Breitbart».

Sprecherin Katie Zacharia las ihre Eingangserklärung weitgehend ab und wirkte teils nervös. Auf ihre Familie angesprochen, sprach sie an einer Stelle von «meinem Präsidenten» statt von «meinem Ehemann».
Zacharia will laut «SRF» zudem kleineren, alternativen Plattformen vermehrt Zugang zum Weissen Haus gewähren. Bis zu den Kongresswahlen im November soll sie die Botschaften des Präsidenten vermitteln.












