FBI

    Säuberungen beim FBI? Regierung plant Entlassung hunderter Agenten

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    USA,

    US-Präsident Trump will offenbar massenhaft Agenten des FBI entlassen. Betroffen sind vor allem Ermittler des Kapitol-Sturms vom 6. Januar 2021.

    Trump FBI
    Zuvor hatte Trump alle Friedensvereinbarungen aufgelistet, die seiner Ansicht nach ihm als Vermittler zu verdanken sind. (Archivbild) - keystone

    Die Trump-Administration bereitet offenbar eine umfassende Entlassungswelle beim FBI und bei Bundesstaatsanwaltschaften vor. Im Fokus stehen dabei Beamte, die an Ermittlungen zum Sturm auf das Kapitol im Januar 2021 beteiligt waren.

    Die Nachrichtenagentur «Reuters» berichtet von zwei internen Memos, die diese Pläne belegen sollen. Der amtierende stellvertretende Generalstaatsanwalt Emil Bove soll die obersten Staatsanwälte der Bundesstaaten angewiesen haben, Listen zu erstellen.

    Die Listen sollen alle Staatsanwälte und FBI-Agenten erfassen, die an den Kapitol-Ermittlungen beteiligt waren. Auch Beteiligte an den Verfahren des Sonderermittlers Jack Smith gegen Trump sollen identifiziert werden.

    Hunderte Entlassungen geplant

    Laut «Washington Post» arbeitet die Regierung daran, «potenziell Hunderte» von FBI-Agenten für eine mögliche Entlassung zu benennen. «CNN» berichtet, dass mindestens sechs hochrangige FBI-Führungskräfte bis Montag in den Ruhestand treten, zurücktreten oder entlassen werden sollen.

    Glaubst du, dass die Trump-Regierung vorsätzlich unliebsame Ermittler loswerden will?

    Die geplanten Entlassungen betreffen offenbar auch zahlreiche regionale FBI-Büros. Top-Vertreter in Miami, Philadelphia, Washington, New Orleans, Las Vegas und Los Angeles sollen ihre Posten räumen.

    Auch im FBI-Hauptquartier sollen bereits fünf hochrangige Mitarbeiter zum Gehen aufgefordert worden sein.

    FBI-Verband warnt vor Schwächung

    Die FBI Agents Association, ein Verband von über 14'000 aktiven und ehemaligen FBI-Agenten, kritisiert die Pläne scharf. «Reuters» zitiert den Verband mit den Worten, die Entlassungen seien «empörend» und würden die Möglichkeiten des FBI ernsthaft schwächen.

    FBI Statement Entlassungen Twitter
    Die FBI Agents Association zeigt sich entsetzt über die geplanten Massenentlassungen. - x.com/@KenDilanianNBC

    Bereits am vergangenen Montag hatte das Justizministerium laut «CNN» mehrere an der Strafverfolgung Trumps beteiligte Beamte entlassen. Der kommissarische Justizminister James McHenry begründete dies damit, dass diese Beamten nicht vertrauenswürdig seien, «die Agenda des Präsidenten gewissenhaft umzusetzen».

    Chefermittler verlassen FBI

    Der gegen Trump eingesetzte Sonderermittler Jack Smith hatte das Justizministerium bereits im Januar verlassen. Smith hatte wegen des Verdachts der Wahlmanipulation und der Lagerung geheimer Regierungsdokumente gegen Trump ermittelt.

    Sein Nachfolger wurde bisher nicht benannt. FBI-Direktor Christopher Wray trat unmittelbar nach Trumps Wiederwahl zurück.

    Christopher Wray FBI
    Christopher Wray leitetet das FBI bis zum Amtsantritt von Donald Trump im Januar. (Archivbild) - Keystone

    Trump nominierte daraufhin seinen Vertrauten Kash Patel als neuen FBI-Chef. Der rechte Hardliner hatte, wie Trump selbst, wiederholt politischen Gegnern mit Vergeltung gedroht.

    Schutzheiliger der Kapitolstürmer?

    Tausende Trump-Anhänger drangen im Januar 2021 gewaltsam in den Kongresssitz ein, um die Bestätigung von Joe Bidens Wahlsieg zu verhindern. Fünf Menschen kamen bei den Ausschreitungen ums Leben.

    Kapitolsturm FBI
    Trump-Anhänger hatten am 6. Januar 2021 das Kapitol gestürmt. Versuchst der Präsident, weitere Ermittlungen durch das FBI zu unterbinden? (Archivbild) - Keystone

    Die Ereignisse führten zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump, das jedoch scheiterte. Seit seiner Wiederwahl hat Trump zahlreiche verurteilte Kapitolstürmer begnadigt.

    Er bezeichnet die Ermittlungen wiederholt als «Hexenjagd». Die nun geplanten Entlassungen bei FBI und Justizministerium werden von Kritikern als Vergeltung und Versuch gewertet, künftige Ermittlungen zu behindern.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #6204 (nicht angemeldet)

    Trump bringt halt doch noch den Weltfrieden 😁 ...... Trump lässt IS-Ziele in Somalia bombardieren

    Frieden fängt in Jedem selbst an

    Es gibt hier vieke Die immer wieder bringen Er habe den UA Krieg nicht innert 24 h beendet. Ich hoffe Denen ist bewusst das wenn Er am ersten Tag sämtliche Hilfe an UA storniert hätte wäre der Krieg fertig möchtet Ihr das? Jetzt hat die Ukraine sogar ein Atomkraftwerk nähe Belarus angegriffen und damit gezeigt das Sie gerne einen WK hätten daher hoffe ich jetzt das Trump wirklich alle Hilfe einstellt

    Weiterlesen

    israel krieg
    2 Interaktionen
    Washington
    Kash Patel Anhörung
    Kash Patel
    Kapitol-Sturm 2021
    29 Interaktionen
    «Reinwaschen»?

    MEHR IN NEWS

    Washington/West Palm Beach
    michael mann
    Los Angeles
    florida
    In Florida
    4 Interaktionen
    Anchorage

    MEHR FBI

    a
    60 Interaktionen
    Krypto-Hack
    trump
    12 Interaktionen
    «Rache Trumps»
    2 Interaktionen
    Bloomington/Minneapolis

    MEHR AUS USA

    stevens
    1 Interaktionen
    Lansing
    -
    24 Interaktionen
    «Völlig ausdruckslos»
    Kevin Federline
    24 Interaktionen
    Kevin Federline
    Heidi Klum.
    23 Interaktionen
    New York