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    Russland stellt US-Reporter wegen Spionage vor Gericht

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    Der vor einem Jahr in Russland festgenommene US-Reporter Evan Gershkovich wurde wegen Spionage angeklagt. Die USA fordern die sofortige Freilassung.

    Der US-Reporter Evan Gershkovich war Ende März 2023 in Jekaterinburg festgenommen worden.
    Der US-Reporter Evan Gershkovich war Ende März 2023 in Jekaterinburg festgenommen worden. - Uncredited/Moscow City Court Press Service/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Evan Gershkovich wurde in Russland wegen Spionage angeklagt.
    • Der Reporter wurde vor über einem Jahr verhaftet.
    • Die USA nennen die Vorwürfe falsch und fordern die sofortige Freilassung.

    Die russische Justiz hat den US-Reporter Evan Gershkovich mehr als ein Jahr nach seiner Verhaftung wegen angeblicher Spionage angeklagt. Der Prozess gegen den Korrespondenten der Zeitung «Wall Street Journal» solle in Jekaterinburg am Ural stattfinden, teilte die russische Generalstaatsanwaltschaft in Moskau mit. Der 32 Jahre alte Reporter hat den Vorwurf bei Vernehmungen zurückgewiesen.

    Der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft sprach davon, dass Gershkovich den Ermittlungen zufolge im Auftrag des US-Geheimdienstes CIA geheime Informationen gesammelt habe. Es sei um die Produktion und Reparatur von Rüstungsgütern in der Fabrik Uralvagonzavod in Nischni Tagil im Ural gegangen. Gershkovich sei bei seinem illegalen Tun nach allen Regeln der Konspiration vorgegangen, sagte Behördensprecher Andrej Iwanow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

    Deutliche Worte von der US-Regierung

    Die US-Regierung reagierte mit deutlichen Worten. «Die Anklage entbehrt jeglicher Grundlage», sagte der Sprecher des US-Aussenministeriums, Matthew Miller, auf Nachfrage in Washington. «Journalismus ist kein Verbrechen. Die Vorwürfe gegen ihn sind falsch und die russische Regierung weiss, dass sie falsch sind. Er sollte sofort freigelassen werden.»

    gershkovich
    Evan Gershkovich wurde in Russland nun angeklagt. - keystone

    Gershkovich war Ende März 2023 auf einer Recherchereise in Jekaterinburg festgenommen worden. Viele Medien haben seine Freilassung gefordert. US-Präsident Joe Biden versprach, sich für ihn einzusetzen.

    Gershkovich gilt als Faustpfand, mit dem Moskau die USA unter Druck setzen kann. Die Festsetzung des Reporters wurde auch als Warnung an ausländische Korrespondenten verstanden, die trotz des Kriegs gegen die Ukraine noch in Russland arbeiten.

    Ein Termin für den Prozess wurde nicht genannt. Die Verhandlung in Jekaterinburg zweieinhalb Flugstunden östlich von Moskau dürfte es aber schwieriger machen, den Prozess zu beobachten.

    Kommentare

    User #4886 (nicht angemeldet)

    Er lächelt doch. Alles gut.

    Ghost66

    Russland Verhaftet auch nicht Normale Journalisten da Arbeiten Hunderte mit Ihnen ist nichts Passiert. Aber wenn ein Journalist seine Kompetenzen über geht ist er selber Schuld. Und die uSA denkt wenn Sie Etwas sagen das es Russland gleich macht. Er wird Angeklagt wegen Spionage by by

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