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    Rapper Travis Scott und Drake nach tödlicher Massenpanik in Houston verklagt

    AFP
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    USA,

    Nach der Massenpanik mit acht Toten bei einem US-Musikfestival in Houston sind die Rapper Travis Scott und Drake wegen «Anstiftung» zum Chaos verklagt worden.

    Die Rapper Travis Scott (l.) und Drake
    Die Rapper Travis Scott (l.) und Drake - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kläger wirft Musikern «Anstiftung» zum Chaos vor.

    Die Anwaltskanzlei Thomas J. Henry Law bestätigte am Sonntag, eine entsprechende Klage im Namen eines Betroffenen eingereicht zu haben. Laut dem britischen Boulevardblatt «Daily Mail», dem die Klageschrift vorlag, verlangt der Kläger Kristian Paredes mehr als eine Million Dollar.

    Der 23-Jährige wurde demnach bei der Massenpanik in Houston schwer verletzt. In der Klageschrift heisst es, Travis Scott habe bereits bei früheren Veranstaltungen zu Chaos angestiftet - und habe dies am vergangenen Freitag in der texanischen Grossstadt erneut getan.

    Drake wird vorgeworfen, er habe die Stimmung noch weiter aufgeheizt, als er auf die Bühne gekommen sei. Er habe seine Show auch dann fortgesetzt, als die Menge «ausser Kontrolle» geraten sei. Auch der Konzertveranstalter Live Nation und der Betreiber des Veranstaltungsortes wurden von Paredes verklagt.

    «Als Travis Scotts Auftritt kurz nach 21.00 Uhr begann (...) spürte Kristian Paredes sofort ein Gedränge», heisst es in der von der «Daily Mail» in Teilen veröffentlichten Klageschrift. «Die Menge wurde chaotisch und eine Massenpanik brach aus, bei der acht Menschen getötet und dutzende weitere einschliesslich Kristian Paredes schwer verletzt wurden. Viele bettelten von Live Nation Entertainment angestellte Sicherheitsleute um Hilfe, wurden aber ignoriert.»

    Die Anwaltskanzlei Thomas J. Henry Law schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, sie vertrete inzwischen «mehrere Opfer». Auch der bekannte Anwalt Ben Crump erklärte, eine Klage eingereicht zu haben. «Wir hören furchtbare Berichte des Schreckens und der Hilflosigkeit, die Menschen erlebten.»

    Das Unglück hatte sich am Freitagabend beim Astroworld-Festival im Zentrum von Houston mit rund 50.000 Zuschauern ereignet. Acht Menschen starben, 25 weitere Festivalbesucher mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, einige von ihnen mit einem Herzstillstand. Mehr als 300 Menschen wurden wegen leichter Verletzungen vor Ort behandelt.

    Derzeit laufen die Ermittlungen zu den Ursachen der Massenpanik. Nach Angaben von Houstons Feuerwehrchef Samuel Peña drängte sich eine Menschenmenge vor der Bühne zusammen, was die Panik auslöste. «Innerhalb weniger Minuten gingen mehrere Menschen zu Boden und erlitten eine Art Herzstillstand», erklärten die Ermittler.

    Das Astroworld-Festival wird seit 2018 von Scott organisiert. Der Rapper äusserte sich erschüttert über die Vorfälle. Medienberichten zufolge hatte er mehrfach seinen Auftritt unterbrochen, als er sah, dass Menschen im Publikum in Not waren.

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