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    Plakate und Sprechchöre: Schauspieler starten in den Streik

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    USA,

    Der Streik der Schauspieler hat offiziell begonnen: In Los Angeles und New York kam es zu Protesten. Einige Dreharbeiten mussten eingestellt werden.

    Nach mehr als 60 Jahren streiken die Schauspieler und Drehbuchautoren in den USA erstmals wieder gemeinsam.
    Nach mehr als 60 Jahren streiken die Schauspieler und Drehbuchautoren in den USA erstmals wieder gemeinsam. - Chris Pizzello/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Streik der Schauspieler hat mit Protesten in Los Angeles und New York begonnen.
    • Die Dreharbeiten für einige Filme mussten eingestellt werden.
    • Die Schauspieler fordern bessere Löhne und Regeln für den Einsatz Künstlicher Intelligenz.

    Mit Plakaten und Sprechchören sind die Schauspielerinnen und Schauspieler in mehreren Städten in den USA in den Streik gestartet. Unter anderem in Los Angeles und New York gesellten sich die Darsteller am Freitag bei teils sehr hohen Temperaturen zu den bereits seit Anfang Mai streikenden Drehbuchautoren und protestierten beispielsweise vor Filmstudios und Bürozentralen von Streamingdiensten und Fernsehsendern. Auch Stars wie Susan Sarandon und Jason Sudeikis mischten sich unter die Streikenden.

    Es ist der erste Doppelstreik von Schauspielern und Drehbuchautoren in den USA seit mehr als 60 Jahren und er dürfte den Betrieb in Hollywood auf unbestimmte Zeit lahmlegen. Die Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA fordert für ihre Mitglieder eine bessere Vergütung sowie um Regelungen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Zuletzt gab es einen solchen Doppelstreik in den USA im Jahr 1960.

    Hollywood
    Drehbuchautoren und Schauspieler protestieren in Los Angeles. - keystone

    Der Darsteller-Streik war am Donnerstag offiziell beschlossen worden, nachdem trotz wochenlanger Verhandlungen keine Einigung mit dem Verband der TV- und Filmstudios AMPTP erzielt werden konnte.

    Auswirkungen des Streiks

    Nach Einschätzung von US-Medien können nun kaum noch Filme und Serien gedreht werden. Mit wenigen Ausnahmen müssten nun alle Dreharbeiten mit Schauspielerinnen und Schauspielern vor der Kamera eingestellt werden, hiess es von der SAG-AFTRA.

    Zudem dürfen die Gewerkschaftsmitglieder auch keine Arbeit hinter der Kamera übernehmen, oder ihre Filme und Serien durch Werbeauftritte und Interviews bekannt machen. Die Gewerkschaft kündigte an, diese Bedingungen streng kontrollieren zu wollen.

    Dreharbeiten vieler Filme eingestellt

    «SAG-AFTRA im Streik» stand auf schwarzem Hintergrund auf den Plakaten vieler Darsteller, die unter anderem in New York oder Los Angeles auf die Strassen gingen. Viele Drehbuchautoren trugen Schilder. «Wenn ich einen Autor hätte, wäre dieses Schild besser», stand auf einem solchen Schild in New York und darunter: «Die Gewerkschaft der Drehbuchautoren im Streik». Dazu wurde Musik gespielt und es gab gemeinsame Sprechchöre, wie «Schauspieler und Autoren vereinigt euch».

    Die Dreharbeiten zu zahlreichen Filmen wurden am Freitag eingestellt, darunter beispielsweise «Deadpool 3», die «Gladiator»-Fortsetzung und die achte Ausgabe von «Mission: Impossible». Bis Kinobesucherinnen und Kinobesucher die Auswirkungen der Streiks bemerken, dürfte es allerdings noch etwas dauern: Die meisten Blockbuster für dieses Jahr bereits abgedreht sind.

    Befürworten Sie den Streik der Schauspieler und Drehbuchautoren?

    Im TV-Bereich dürfte sich die Wirkung dagegen schneller entfalten. Schon der Streik der Drehbuchautorinnen und -autoren hatte der Branche zugesetzt: In den Vereinigten Staaten werden bereit Wiederholungen von Late-Night-Shows ausgestrahlt und eine grosse Zahl der Fernseh- und Filmproduktionen hat die Arbeit eingestellt oder unterbrochen. Auch auf Filmfestivals wie etwa in Venedig oder Veranstaltungen wie die Emmy-Verleihung könnte der Doppelstreik Auswirkungen haben.

    Wie lange der Streik anhalten könnte, war zunächst noch nicht abzusehen. Einige Beteiligten gingen aber von einer möglichen langen Dauer aus. Die Situation könnte nach seiner Einschätzung noch «sehr unangenehm» werden, sagte der britische Schauspieler Brian Cox, bekannt für seine Rolle als Medienmogul Logan Roy in der Serie «Succession». «Und es könnte noch eine ganze Weile weitergehen.» Es könne sein, dass der Konflikt nicht vor Jahresende gelöst werden könne, sagte der 77-Jährige dem britischen Fernsehsender «Sky News».

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