Gericht

    Oberstes US-Gericht lehnt Stopp einer Hinrichtung mit Stickstoff ab

    Keystone-SDA
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    USA,

    Der US-Supreme Court hat den Stopp der ersten Stickstoff-Hinrichtung abgelehnt. Auch vor einem Berufungsgericht sind die Anwälte gescheitert.

    Stickstoffhypoxie
    Blick in Alabamas Kammer für Hinrichtungen. Nun wurde auch in Louisiana eine Methode mit Stickstoff angewandt. (Archivbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der US-Justiz stoppt die Hinrichtung mit Stickstoff nicht.
    • Laut den Anwälten des Verurteilten sind noch viele Fragen zur neuen Methode offen.
    • Auch Menschenrechtsexperten sehen die Hinrichtung kritisch.

    Das Oberste Gericht der USA hat es abgelehnt, die geplante Hinrichtung eines Mannes im US-Bundesstaat Alabama mit Stickstoff zu stoppen. Ein entsprechender Antrag der Anwälte des Mannes wurde am Mittwoch in der US-Hauptstadt Washington abgelehnt. Eine Begründung dafür nannte der Supreme Court nicht. Auch ein Berufungsgericht lehnte den Antrag ab.

    Die Anwälte hatten zuvor argumentiert, dass zu viele Fragen offen seien, um den Verurteilten zum jetzigen Zeitpunkt zu exekutieren. Das Berufungsgericht wies die Vorbehalte am Mittwochabend (Ortszeit) jedoch zurück. Smith könne nicht belegen, dass die Anwendung von Stickstoffhypoxie als neue und neuartige Methode eine «grausame und ungewöhnliche» Bestrafung darstelle, hiess es im Urteil.

    Häftling
    US-Amerikaner Kenneth Eugene Smith soll mit Stickstoff getötet werden. - keystone

    Kenneth Eugene Smith, der wegen eines Auftragsmordes 1988 zum Tode verurteilt wurde, soll am 26. Januar deutscher Zeit unter Anwendung sogenannter Stickstoffhypoxie sterben. Bei dieser Art der Hinrichtung bekommt eine Person über eine Gesichtsmaske Stickstoff zugeführt – die Folge ist der Tod durch Sauerstoffmangel. Auf diese Weise wurde in den USA zuvor noch kein Todesurteil vollstreckt. Dem UN-Menschenrechtsbüro ist nach Angaben einer Sprecherin auch sonst kein solcher Fall bekannt.

    Erster Exekutionsversuch mit Giftspritze scheiterte

    Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen und von Amnesty International warnen vor einem möglicherweise grausamen Tod. Dafür, dass die Inhalation von reinem Stickstoff keine schwerwiegenden Leiden verursache, gibt es demnach keine wissenschaftlichen Beweise. Die Anwälte des 58-Jährigen haben bislang vergeblich Einspruch gegen die Hinrichtung erhoben.

    Smith sollte bereits 2022 mit einer Giftspritze hingerichtet werden. Dem Gefängnispersonal gelang es damals aber nicht, die dafür nötige Kanüle in seinen Arm zu legen. Er wurde nach mehreren Stunden, in denen er angeschnallt auf einem Exekutionstisch lag, wieder in seine Zelle gebracht.

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