NFL: Donald Trump fordert Sperren für Hymnen-Proteste

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    USA,

    US-Präsident Donald Trump lässt im Hymnenstreit mit der amerikanischen Football-Liga NFL nicht locker. Er fordert härteres Durchgreifen.

    US-Präsident Donald Trump verlangt vom NFL-Liga-Boss Roger Godell härteres Durchgreifen bei den Hymnenprotesten.
    US-Präsident Donald Trump verlangt vom NFL-Liga-Boss Roger Godell härteres Durchgreifen bei den Hymnenprotesten. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trump fordert für das Hinknien während der Nationalhymne Spiel-Sperren.
    • «Ein Mal knien – ein Spiel gesperrt. Zwei Mal knien – für gesamte Saison gesperrt.»

    Der Hymnenstreit zwischen US-Präsident Donald Trump und amerikanischen Football-Spielern der NFL geht weiter. Am Freitag (Ortszeit) forderte Trump zum harten Durchgreifen gegen Proteste beim Abspielen der Nationalhymne auf und nahm Liga-Boss Roger Goodell in die Pflicht:

    «Der 40-Millionen-Dollar-Commissioner muss Stellung beziehen», schrieb Trump auf Twitter mit Bezug auf Goodells jährliches Gehalt. «Beim ersten Mal knien – ein Spiel Sperre. Beim zweiten Mal knien – Sperre für die gesamte Saison, ohne Gehalt!».

    Kniebeuge gegen Rassismus und Polizeigewalt

    Vor zwei Jahren hatte San Franciscos Quarterback Colin Kaepernick als erster NFL-Profi während des Abspielens der US-Nationalhymne gekniet. Er wollte damit ein Zeichen setzen gegen Ungleichheit, Rassismus, Polizeigewalt gegen Schwarze – und trat eine regelrechte Welle los. Viele Sportler auch ausserhalb des American Footballs schlossen sich an, auf dem Höhepunkt der Proteste waren es allein etwa 200 Football-Profis. Ihre gebeugten Knie spalteten die Liga und Zuschauerschaft – und riefen auch US-Präsident Donald Trump auf den Plan, der die Spieler über Twitter und in Ansprachen als «Hurensöhne» beschimpfte und von den Clubbossen ihre Entlassung forderte.

    Im Mai verkündete die Liga eine neue Regel, die es NFL-Spielern in der kommenden Saison erlaubt, während des Abspielens der Nationalhymne in der Umkleidekabine zu warten. Diese wurde jedoch am Donnerstag (Ortszeit) ausser Kraft gesetzt. In einer gemeinsamen Mitteilung gaben die NFL und die Spielergewerkschaft NFLPA bekannt, dass sie am richtigen Umgang mit der Hymnen-Debatte arbeiten und die neue Regelung bis zu einer Lösung keine Gültigkeit besitzt.

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