Minaj-Tweet zu Impf-Folgen auf Trinidad «falsch»

    DPA
    DPA

    Trinidad und Tobago,

    Nicki Minaj muss für ihren Tweet über die Nachfolgen einer Corona-Impfung von einem Freund ihres Cousins Kritik einstecken. Nun meldet sich der Gesundheitsminister von Trinidad und Tobago zu Wort.

    Rapperin Nicki Minaj erntet für ihren Impf-Tweet viel Kritik. Foto: Jennifer Graylock/PA Wire/dpa
    Rapperin Nicki Minaj erntet für ihren Impf-Tweet viel Kritik. Foto: Jennifer Graylock/PA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Gesundheitsminister von Trinidad und Tobago hat einem viel diskutierten Tweet der US-Rapperin Nicki Minaj über angebliche Nebenwirkungen einer Corona-Impfung widersprochen.

    Die 38-Jährige hatte am Montag geschrieben, einem Freund ihres Cousins auf Trinidad sei nach der Impfung gegen das Coronavirus der Hoden angeschwollen und er sei impotent geworden. Der Minister des Karibikstaates, Terrence Deyalsingh, sagte am Mittwoch, es gebe keine Berichte über einen solchen Fall. «Leider haben wir gestern so viel Zeit damit verschwendet, dieser falschen Behauptung nachzugehen», sagte er.

    Minaj, die auf Trinidad geboren wurde und in New York aufwuchs, hatte zunächst am Montag auf Twitter erklärt, sie werde sich nicht für die Met-Gala impfen lassen. Der Modeausstellung in New York am Montag, bei der ein Impfzwang galt, blieb sie fern. Kurz nach diesem Tweet folgte die Anekdote über ihren Cousin. Minaj riet dabei auch ihren mehr als 22 Millionen Followern, sich die Entscheidung zur Impfung gut zu überlegen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

    Tweet sorgt für Gesprächsstoff

    Dafür erntete der Popstar viel Spott und Kritik - auch offline. Grossbritanniens oberster medizinischer Regierungsberater, Chris Whitty, sagte am Dienstag, Minaj solle sich schämen. Es gebe Menschen, die Unwahrheiten über die Impfung verbreiteten, obwohl sie es besser wüssten.

    Ihr Tweet lieferte vor allem in den USA auch deshalb Gesprächsstoff, weil der einflussreiche rechte TV-Moderator Tucker Carlson ihn in seiner Sendung bei Fox News als «vernünftig» lobte. Carlson sät immer wieder Zweifel an der Notwendigkeit und der Sicherheit der Impfstoffe gegen das Coronavirus.

    Minaj hatte zuletzt auch getwittert, sie werde sich wahrscheinlich irgendwann impfen lassen. Am Mittwoch schrieb sie, sie sei ins Weisse Haus eingeladen worden. Dort werde sie im Namen der Menschen, die dafür verspottet worden seien, einfach nur menschlich zu sein, Fragen stellen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    rossmann
    101 Interaktionen
    Drogeriekette in Bern
    sdf
    54 Interaktionen
    Stau

    MEHR IN NEWS

    polizei
    Alle unter 30
    Biontech
    1 Interaktionen
    Biontech
    IS-Kämpfer
    In Paris

    MEHR AUS TRINIDAD UND TOBAGO

    venezuela
    8 Interaktionen
    Venezuela im Fokus
    Banden-Gewalt
    öl tobago
    7 Interaktionen
    Wahre Katastrophe
    5 Interaktionen
    Trinidad und Tobago