Herschel Walker: Druck auf republikanischen Kandidaten wächst

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    USA,

    Der konservative Herschel Walker will bei den US-Kongresswahlen in Georgia einen Sitz ergattern. Mehrere Frauen werfen ihm jedoch Doppelmoral vor.

    Herschel Walker
    Herschel Walker - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Herschel Walker sieht sich mit weiteren Doppelmoral-Vorwürfen konfrontiert.
    • Der Konservative kandidiert bei den US-Kongresswahlen.

    Im Rennen um einen Sitz im US-Senat gerät der republikanische Kandidat Herschel Walker weiter in Bedrängnis. Gestern trat eine zweite Frau an die Öffentlichkeit, der zufolge der ehemalige Football-Spieler sie zu einer Abtreibung gedrängt habe.

    Herschel Walker mit Vorwürfen konfrontiert

    Der 60-Jährige tritt als kategorischer Abtreibungsgegner an und die Enthüllungen könnten seine Glaubwürdigkeit untergraben. Walker wies die Angaben der Frau bei einem Wahlkampfauftritt zurück, wie der TV-Sender NBC berichtete.

    Vor einigen Wochen äusserte sich bereits eine andere Frau unter anderem der Website «The Daily Beast» dazu. Sie sagte, dass Walker ihr Geld für eine Abtreibung gegeben habe, was Herschel Walker bestreitet. Beide Frauen wollten anonym bleiben, um sich und ihre Familien zu schützen. Die zweite Frau wurde ihren Angaben zufolge 1993 von Walker schwanger.

    Beide Senatssitze in Georgia in Hand der Demokraten

    In Georgia dürfen Einwohner bereits seit Montag vergangener Woche abstimmen, während der eigentliche Wahltermin am 8. November ist. Inzwischen wurden rund eine Million Stimmen abgegeben, wie der für Wahlen zuständige Staatssekretär Brad Raffensperger gestern mitteilte. Der überraschende Gewinn beider Sitze aus Georgia hatte den Demokraten nach sechsjähriger Pause die Kontrolle über den Senat gebracht.

    Normalerweise werden Senatoren in den USA für sechs Jahre gewählt. Für einen der Sitze stellt sich nun aber Amtsinhaber Raphael Warnock wieder zur Wahl. Walker fordert ihn für die Republikaner heraus. Nach jüngsten Umfragen liegt der Demokrat Warnock leicht vorn.

    Bei der diesjährigen Senatswahl zählt für beide Parteien jeder Sitz: Beide Lager haben im Senat aktuell jeweils 50 Senatoren. In Patt-Situationen gibt die Stimme von Vizepräsidentin Kamala Harris für die Demokraten den Ausschlag.

    In der aktuellen Wahlrunde stehen 14 von Demokraten und 21 von Republikanern gehaltene Sitze zur Abstimmung. Im Grossteil der Rennen scheint allerdings sicher, dass sich die Parteizugehörigkeit der Sitze nicht ändern wird.

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