UN-Generalsekretär António Guterres hat vor einer weiteren Eskalation des Ukraine-Kriegs gewarnt.
António Guterres
UN-Generalsekretär António Guterres. (Archivbild) - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • UN-Generalsekretär: Welt steuert sehenden Auges auf Ausweitung des Kriegs zu.
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«Die Aussichten auf Frieden werden immer geringer. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Eskalation und eines weiteren Blutvergiessens nimmt zu», sagte Guterres am Montag in einer Rede vor der UN-Vollversammlung. Er fürchte, dass sich die Welt «mit weit geöffneten Augen» auf einen grösseren Krieg zubewege.

In seiner Rede stellte der UN-Generalsekretär seine Prioritäten für das Jahr vor. Neben der russischen Invasion in der Ukraine verwies er auf die Bekämpfung der Klimakrise und der extremen Armut sowie den Nahost-Konflikt und die Lage in Afghanistan, Myanmar, der Sahel-Zone und Haiti. Es sei eine beispiellose Häufung von Herausforderungen zu bewältigen, sagte Guterres.

Er erinnerte daran, dass die sogenannte Weltuntergangsuhr, mit der Forscher auf die Gefahren für die Menschheit aufmerksam machen, im Januar wegen des Ukraine-Kriegs auf 90 Sekunden vor Mitternacht vorgerückt war – so weit wie nie zuvor. Er betrachte dies als ein Warnzeichen. «Wir müssen aufwachen und uns an die Arbeit machen», sagte Guterres.

Der UN-Generalsekretär beklagte, dass sich Politik und Wirtschaft zu sehr auf kurzfristige Ziele wie «die nächste Umfrage» oder «den morgigen Aktienkurs» konzentrierten. Ein solches Denken sei «nicht nur zutiefst unverantwortlich – es ist unmoralisch».

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