Hass

    Getötet aus Hass? Nach Schüssen an Schule ist Motiv unklar

    Keystone-SDA
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    USA,

    An einer katholischen Schule in der US-Stadt Minneapolis sind zwei Kinder getötet worden. Das FBI prüft offenbar einen möglichen Terrorakt.

    School Shooting Minneapolis
    Laut den Behörden sind bei der Schiesserei in Minneapolis zwei Kinder ums Leben gekommen. Laut FBI wurden zudem 14 Kinder und 3 Erwachsene verletzt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Minneapolis, in den USA, hat sich ein Schusswaffenvorfall ereignet.
    • Eine junge Person hat durch Fenster in eine Kirch geschossen und zwei Kinder getötet.
    • Laut FBI wurden zudem 14 Kinder und 3 Erwachsene verletzt – auch der Schütze ist tot.
    • Laut der US-Bundespolizei wird ein Terrorakt gegen Katholiken geprüft.
    • Auf einem Gewehr-Magazin soll «Tötet Donald Trump» gestanden haben.

    Nach den Schüssen im Umfeld einer katholischen Schule in den USA mit zwei toten Kindern prüfen Ermittler die Hintergründe der Tat. Das FBI untersucht, ob die tödlichen Schüsse als inländischer Terrorakt und Hassverbrechen gegen Katholiken zu werten sind. Vieles ist noch unklar.

    Am Mittwochmorgen (Ortszeit) hatte ein Schütze durch die Fenster in eine Kirche im Umfeld der Schule geschossen, in dem ein Schulgottesdienst abgehalten wurde. Er zielte auf Kinder, die auf Kirchenbänken sassen. Zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren starben noch am Tatort. 14 Kinder und 3 Erwachsene wurden verletzt.

    Schüsse an einer Schule in Minneapolis
    Viele Einsatzkräfte waren wegen des Vorfalls vor Ort. - dpa

    Warum hat sich der Schütze die katholische Schule in der Grossstadt Minneapolis in der ersten Woche nach den Sommerferien ausgesucht? Die Polizei stellte Stunden nach der Tat zunächst keinen direkten Zusammenhang her. Eine Verbindung zwischen dem Schützen oder dessen Familie und der Kirche werde noch geprüft. Der Nachrichtensender CNN berichtete unter Berufung auf ein Jahrbuch-Foto von 2017, dass der Verdächtige früher einmal an der Schule gewesen sein soll.

    Kritzeleien auf Waffe: «Tötet Donald Trump»

    Auf einer Waffe des verdächtigen 23-Jährigen, der sich nach den Schüssen selbst umbrachte, sollen Kritzeleien gestanden haben. US-Heimatschutzministerin Kristi Noem hob drei Beispiele in einem X-Post hervor, die auf einem Magazin eines Gewehres zu finden gewesen sein sollen: «Für die Kinder», «Wo ist Dein Gott?» und «Tötet Donald Trump» – also den US-Präsidenten.

    Ob es sich dabei um eine der Waffen handelte, die er bei der Gewalttat im US-Bundesstaat Minnesota im Norden der USA benutzte, führte sie in ihrer Erklärung nicht aus. Der Täter hatte nach Polizeiangaben drei Waffen bei sich – ein Gewehr, eine Schrotflinte und eine Pistole, die er alle legal erworben hatte.

    FBI
    Laut FBI-Chef werden die Schüsse auf eine katholische Schule in Minneapolis auf einen möglichen Terrorhintergrund untersucht. - dpa

    Medien berichteten von weiteren Sprüchen auf Waffen. CNN zufolge sind auf Videoaufnahmen Waffen zu sehen, die mit Namen von Massenmördern sowie antisemitischen Botschaften versehen sind. Der Sender berichtete zudem von einem Notizbuch mit wirren Einträgen. Demnach soll der Verdächtige geschrieben haben, dass er mit dem Angriff keine Botschaft verbreiten wolle.

    Laut US-Heimatschutzministerin soll er sich als Transperson bezeichnet haben. Transpersonen sind Menschen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugewiesen wurde, nicht zugehörig fühlen.

    Manifest auf Youtube

    Die Polizei nahm Videomaterial von der Plattform Youtube, das dem Verdächtigen zugeschrieben wird. Den Ermittlern zufolge scheint es den Mann am Tatort zu zeigen, es beinhalte auch «beunruhigende Texte». Sie sprachen von einem Manifest. Der Inhalt sei mit Unterstützung des FBI aus dem Netz entfernt worden und werden nun von Experten geprüft.

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