Erste Juroren im Weinstein-Prozess bestimmt

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    USA,

    Im Prozess gegen Harvey Weinstein sind die ersten Juroren bestimmt worden. Nicht dabei ist das US-Topmodel Gigi Hadid.

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    Im Prozess gegen Harvey Weinstein (M.) wurden die ersten Juroren bestimmt. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Prozess gegen Harvey Weinstein wurden fünf der insgesamt 18 Juroren bestimmt.
    • Richter James Burke mahnte, der Prozess sei kein Referendum über die MeToo-Bewegung.
    • Am 22. Januar soll es mit den Auftaktplädoyers erstmals um Inhaltliches gehen.

    Im Prozess gegen den ehemaligen Filmmogul Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen sind die ersten Juroren bestimmt worden.

    Das Gericht in Manhattan berief am Donnerstag fünf New Yorker, drei Männer und zwei Frauen, aus einem Pool von mehr als 100 Menschen in die Jury des aufsehenerregenden Prozesses. Insgesamt wird die Jury aus zwölf Personen sowie sechs Ersatzjuroren bestehen.

    «Kein Referendum über MeToo-Bewegung»

    Richter James Burke richtete dabei deutliche Worte an die Anwesenden: Der Prozess sei kein Referendum über die MeToo-Bewegung oder Frauenrechte, mahnte er. Die Entscheidung der Jury dürfe nur auf den Beweisen, die im Gericht präsentiert werden, beruhen.

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    Gigi Hadid wurde im Prozess gegen Harvey Weinstein als potenzielle Jurorin ausgeschlossen. - Keystone

    Das US-Model Gigi Hadid wurde zuvor Berichten zufolge als potenzielle Jurorin ausgeschlossen.

    Missbrauchs-Vorwürfe

    Der Prozess gegen Weinstein hatte am 6. Januar begonnen, nach der Auswahl der Jury soll es am 22. Januar mit den Auftaktplädoyers erstmals um Inhaltliches gehen.

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    Harvey Weinstein wird sexueller Missbrauch vorgeworfen. - Keystone

    In dem Prozess gegen Weinstein geht es um die Vorwürfe von zwei Frauen: Der heute 67-Jährige soll eine von ihnen 2006 zum Oral-Sex gezwungen haben, die andere soll er 2013 vergewaltigt haben.

    Verteidigung beklagt «karnevalhafte» Atmosphäre

    Die Verteidigung des Multimillionärs versuchte am Donnerstag erneut, den Richter von der Verlegung der Verhandlung ausserhalb von New York City zu überzeugen.

    In einem Antrag vom Vortag führte sie die «karnevalhafte» Atmosphäre, unter anderem wegen Anti-Weinstein-Kundgebungen vor dem Gericht, an. Dies und der grosse Medienauflauf könnten die Unvoreingenommenheit der Jury beeinflussen. Der Richter wies das zurück.

    Anschuldigungen an Weinstein führten zu MeToo-Bewegung

    Der Prozess soll insgesamt mehr als zwei Monate dauern. Bei einer Verurteilung droht Weinstein eine lebenslange Haftstrafe. In Kalifornien ist ein weiterer Strafprozess angekündigt. Insgesamt hatten mehr als 80 Frauen Weinstein in den vergangenen Jahren sexuelle Übergriffe vorgeworfen.

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    Die Anschuldigungen gegen Harvey Weinstein lösten die «MeToo»-Bewegung aus. - Keystone

    Die Anschuldigungen lösten die MeToo-Bewegung aus. Überall auf der Welt erkannten Frauen und auch einige Männer ihre eigenen Geschichten in denen der mutmasslichen Weinstein-Opfer wieder und begannen, sie unter dem Schlagwort «Me too» («Ich auch») zu sammeln.

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