Ebola

    Elon Musk stoppt Ebola-Bekämpfung «aus Versehen»

    Dina Müller
    Dina Müller, Keystone-SDA

    USA,

    Die DOGE soll unter Elon Musk Regierungsgelder sparen. Dabei wurde «versehentlich» auch die Ebola-Prävention kurzzeitig gestrichen.

    Elon Musk Kabinett Trump
    Elon Musk bei seiner Rede vor Trumps Kabinett. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Elon Musk und die US-Regierung führen zahlreiche Sparmassnahmen ein.
    • Bei Streichungen in der USAID wurde kurzzeitig auch die Ebola-Prävention gestoppt.
    • Musk erzählt vor der Regierung von dem Fauxpas und lacht darüber.

    Die US-Regierung befindet sich unter Mitwirkung von Tech-Milliardär Elon Musk auf einem radikalen Sparkurs. Dafür wurde eigens die Regierungsabteilung für staatliche Effizienz (DOGE) gegründet, die von Musk geleitet wird.

    Das DOGE soll den Staatsapparat umfassend umbauen, wovon bisher die Behörde für Entwicklungshilfe USAID besonders stark betroffen ist.

    Dort sollen um die 1600 Stellen gestrichen werden. Bereits im Januar hatte Trump die Mittel der USAID für eine interne Überprüfung eingefroren.

    Donald Trump
    Elon Musk führt für US-Präsident Donald Trump ein radikales Sparprogramm durch. - keystone

    Wie sich herausstellt, ist dem laut Elon Musk für kurze Zeit auch die Ebola-Prävention zum Opfer gefallen.

    Musk erklärt bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump und dessen Kabinett, dass es «versehentlich» entsprechende Streichungen gegeben habe. Sie seien jedoch «sofort» wieder in Kraft gesetzt worden, es habe «keine Unterbrechung» gegeben.

    Elon Musk lacht über Fauxpas

    Über den Fauxpas lacht Elon Musk, und verteidigt sich: «Wir werden nicht perfekt sein.» Bei so grossen Einsparungen seien Fehler unvermeidlich, doch diese würden «rasch korrigiert», versichert er.

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    Elon Musk muss lachen, als er Trumps Kabinett vom versehentlichen Stopp der Ebola-Prävention erzählt. - X / @ReallyAmerican1

    Musk erzählt bei dem Treffen, dass er für das DOGE-Programm «sehr scharfe Kritik» ernte und «übrigens viele Todesdrohungen» erhalte.

    Die Streichungen seien aber sehr wichtig für das Land: «Wenn wir dies nicht tun, gehen die USA bankrott», sagt Elon Musk.

    Kritiker: Trump-Regierung kürzt wahllos

    Kritiker werfen der Regierung und Musk vor, ohne klaren Plan vorzugehen und wahllos Mittel zu streichen. Es gebe keine durchdachte Strategie hinter den Einsparungen.

    Es sei vielmehr eine hektische Umsetzung von Kürzungen ohne Rücksicht auf langfristige Folgen – nicht nur bei der Entwicklungsbehörde.

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    Hier erzählt Musk, dass er viel Kritik und auch Todesdrohungen für seine Arbeit erhält. Ohne diese würde Amerika jedoch bankrott gehen, ist Musk überzeugt. - X / @elonmusk

    USAID zählt zu den grössten Entwicklungsorganisationen weltweit und koordiniert zahlreiche Hilfsprojekte.

    In den betroffenen Ländern wächst die Sorge, dass der Wegfall dieser Unterstützung Zehntausende Menschen in existenzielle Not stürzen könnte.

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    Kommentare

    User #5777 (nicht angemeldet)

    Das war kein Versehen.

    User #2568 (nicht angemeldet)

    Wieso haben wir aus Versehen unsere Neutralität ausgerechnet für einen Kriegsverlierer geopfert?

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