Venezuela beklagt 24 tote Soldaten bei US-Angriff
Der Militäreinsatz in Venezuela hat Folgen: Regierungen reagieren alarmiert, US-Verbündete warnen vor Eskalation. Alle Entwicklungen gibt es hier im Liveticker.

Das Wichtigste in Kürze
- Der US-Einsatz in Venezuela sorgt für Spannungen in der Region.
- An den Finanzmärkten profitieren vor allem Rüstungs- und Energiekonzerne.
- Nicolás Maduro und seine Ehefrau kamen in New York ein erstes Mal vor Gericht.
Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela spitzt sich die politische und wirtschaftliche Lage in Nord- und Südamerika weiter zu. Regierungen warnen vor Eskalationen, Märkte, Verbündete und Nachbarstaaten reagieren auf neue Drohungen, diplomatische Vorstösse und sicherheitspolitische Signale aus Washington.
Am Montag (Ortszeit) kamen ausserdem Nicolás Maduro und seine Ehefrau in New York ein erstes Mal vor Gericht. Das Paar beteuerte seine Unschuld. In Venezuela wurde zudem die Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt.
Wie sich die Lage weiter entwickelt, liest du hier im Nau.ch-Liveticker.
Venezuela beklagt 24 tote Soldaten
21.32: Bei dem US-Angriff auf Caracas zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro sind mindestens 24 Soldaten Venezuelas getötet worden. «In Gedenken: 24 Sterne wurden von der feigen Hand des Imperiums aus unserem bolivarischen Firmament gerissen», hiess es in der Mitteilung der venezolanischen Streitkräfte.

Dazu wurden Fotos der getöteten Männer und Frauen veröffentlicht. In Gedenken an den südamerikanischen Freiheitskämpfer Simón Bolívar bezeichnet sich das venezolanische Militär selbst als Bolivarische Armee.
Venezuelas Generalstaatsanwaltschaft spricht von Terror
18.28: Nach dem US-Angriff auf die venezolanische Hauptstadt Caracas und die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro hat der Generalstaatsanwalt des südamerikanischen Landes den Vereinigten Staaten Terrorismus vorgeworfen.

«Der Militäreinsatz ohne eine Kriegserklärung oder eine Resolution des UN-Sicherheitsrats stellt eine illegale bewaffnete Aggression terroristischen Charakters dar», sagte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab.
Die Festnahme von Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores erfüllten zudem den Tatbestand der Entführung.
Rally an asiatischen Börsen geht auch am Dienstag weiter
05.30: Die asiatischen Börsen haben ihre Rally am Dienstag fortgesetzt und sich an den positiven Impulsen aus den USA orientiert. Sowohl der MSCI Asia-Pacific ex Japan als auch der japanische Topix erreichten neue Höchststände.
Auch die Märkte in Hongkong, China und Australien verbuchten Kursgewinne. Lediglich der südkoreanische Kospi schloss leicht im Minus.
Polizei schiesst in Caracas «zur Abschreckung» auf Drohnen
04.49: In der Nacht wurden in der Hauptstadt von Venezuela Schüsse gehört. Nun klären lokale Medien auf, was bei dem Vorfall genau geschah. Demnach soll die Polizei «zur Abschreckung» auf Drohnen über dem Präsidentenpalast geschossen haben.
«Was im Zentrum von Caracas passiert ist, ist auf Drohnen zurückzuführen, die ohne Genehmigung über das Gebiet geflogen sind», zitierten Medien am Montag eine offizielle Quelle. «Die Polizei hat zur Abschreckung geschossen.»
Zahlreiche Anwohner hatten zuvor über die Schüsse berichtet. Aus der Regierung nahestehenden Kreisen hiess es, die Lage sei unter Kontrolle.
USA planen keine Bodentruppen für Venezuela
04.11: Nach einem Briefing durch Kriegsminister Pete Hegseth und Aussenminister Marco Rubio hat der Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson klargestellt, dass die USA keine Bodentruppen nach Venezuela entsenden wollen.

Ziel der Massnahmen sei kein Regimewechsel. Die Unterstützung beschränke sich auf die neue Übergangsregierung, sagte Johnson nach einer vertraulichen Sitzung mit Kongressspitzen.
Trump rechnet vorerst nicht mit Neuwahlen in Venezuela
03.45: Trump erwartet in Venezuela in den kommenden 30 Tagen keine Neuwahlen. Zunächst müsse das Land stabilisiert werden, sagte er «NBC News».
Demokraten kritisieren Venezuela-Briefing scharf
03.22: Nach der Unterrichtung durch Rubio und Hegseth im Kongress zeigen sich die Demokraten unzufrieden. Der demokratische Senatsvorsitzende im Senat, Chuck Schumer sagte, das Briefing habe mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Es sei vage und unbefriedigend gewesen, zitierte ihn «CBS News». Mehrere demokratische Senatoren erklärten, viele Punkte seien weiterhin offen.

Trump kritisiert Nobelpreis für Machado
03.12: Trump hat erneut gegen die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ausgeteilt. Sie hätte den Preis nicht erhalten sollen, sagte er «NBC News».
Berichte, wonach dies Einfluss auf die Entscheidung über die Nachfolge von Nicolás Maduro gehabt habe, wies Trump zurück. Nach Maduros Festnahme wurde Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin eingesetzt.
Venezuela sucht nach Helfern des US-Angriffs
02.45: Nach der Festnahme von Maduro durch US-Elitetruppen in Venezuela fahndet die venezolanische Polizei nach Kollaborateuren. Alle Polizeidienststellen auf Bundes-, Staats- und Gemeindeebene sollten nach Personen suchen, die den Angriff der Vereinigten Staaten unterstützten, hiess es in dem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Dekret zur Verkündung des Ausnahmezustands.
Nach Angaben des venezolanischen Journalistenverbands SNRP wurden zwischenzeitlich 14 Reporter festgenommen. Später wurden nach Angaben der Organisation alle Journalisten wieder freigelassen.
Schüsse in der Nähe des venezolanischen Präsidentenpalastes gehört
01.55: Wenige Tage nach der Festnahme des autoritären venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro ist es Berichten in sozialen Medien zufolge in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores zu heftigen Schusswechseln gekommen.
In im Internet veröffentlichten Videos waren Schüsse zu hören und gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte in den Strassen der Hauptstadt Caracas zu sehen. Die Hintergründe blieben zunächst unklar.
In Venezuela gibt es eine Reihe bewaffneter Gruppen, darunter kriminelle Organisationen und der Regierung nahe stehende Paramilitärs, die sogenannten Colectivos. Schiessereien sind zumindest in einigen Vierteln von Caracas nicht so ungewöhnlich.
Trump-Vertrauter: Beteiligung der USA in Venezuela eine «laufende Militäroperation»
01.33: Der hochrangige Berater des Weissen Hauses, Stephen Miller, bezeichnete am Montag das Engagement der USA in Venezuela als eine «laufende Militäroperation» und widersprach damit der früheren Behauptung der Regierung, die Festnahme von Nicolás Maduro sei eine Strafverfolgungsmitnahme.
«Dies ist eine aktive und laufende Militäroperation der USA», sagte er Reportern im Weissen Haus. «Und deshalb haben wir natürlich die Bedingungen festgelegt.»
Trump: «Ich habe die Kontrolle über Venezuela»
01.00: US-Präsident Donald Trump sagte gegenüber «NBC News», er betrachte sich selbst als verantwortlich für Venezuela, obwohl weiterhin Fragen darüber bestehen, wer das Land tatsächlich regiert.
Der Präsident nannte zunächst eine Gruppe hochrangiger US-Beamter mit «unterschiedlicher Expertise», die involviert seien: US-Aussenminister Marco Rubio, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der stellvertretende Stabschef des Weissen Hauses, Stephen Miller, und Vizepräsident JD Vance.

Auf die Frage in dem Interview am Montag, wer letztendlich die Verantwortung trage, antwortete Trump: «Ich.» Am Abend zuvor sagte Trump an Bord der Air Force One: «Wir haben die Kontrolle.»
Mexiko sieht kein Risiko für US-Militärschlag
23.55: Nach dem US-Eingriff in Venezuela rechnet die mexikanische Regierung nicht mit einer einseitigen US-Aktion gegen Drogenkartelle. Präsidentin Claudia Sheinbaum betonte die enge Zusammenarbeit mit Washington und sagte, sie sehe «keine Risiken».

Analysten verweisen darauf, dass Mexiko ein zentraler Handelspartner der USA sei und Drohungen aus Washington vor allem als politisches Druckmittel dienten.
US-Energieminister prüft Öl-Rückkehr nach Venezuela
23.45: US-Energieminister Chris Wright will diese Woche mit Top-Managern der Ölbranche über eine mögliche Rückkehr US-amerikanischer Konzerne nach Venezuela sprechen. Hintergrund sind Überlegungen, wieder Öl zu fördern – trotz Sicherheitsbedenken und maroder Infrastruktur. Aktuell ist Chevron das einzige US-Unternehmen vor Ort.
Dänemarks Premier warnt vor Nato-Ende
23.32: Ein möglicher US-Angriff auf Grönland würde nach Ansicht von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen das Ende der Nato bedeuten. Sollte ein Nato-Staat einen anderen militärisch angreifen, «hört alles auf», sagte sie. Grönland gehört zu Dänemark und steht seit Längerem im Fokus von US-Präsident Donald Trump, der einen Anschluss an die USA fordert.
Börsen reagieren mit Rally auf Venezuela-Schlag
22.49: Der US-Militärschlag gegen Venezuela sorgte an den Börsen für einen Höhenflug bei Rüstungs- und Ölwerten. Der Dow Jones erreichte ein neues Allzeithoch, auch europäische Leitindizes wie der Dax legten kräftig zu. Anleger hoffen auf langfristigen Zugang zu venezolanischen Ölreserven.
Rund 200 US-Kräfte bei Maduro-Zugriff im Einsatz
22.03: Beim US-Einsatz zur Festnahme von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro waren laut Verteidigungsminister Pete Hegseth knapp 200 US-Kräfte im Zentrum von Caracas beteiligt. Neben Soldaten sollen auch das FBI und Spezialeinheiten der US-Armee im Einsatz gewesen sein.














