Das ist über Shreveport-Schützen & Tat bekannt
Nach den Schüssen im US-Bundesstaat Louisiana mit acht getöteten Kindern kommen immer mehr grausame Details ans Licht.

Das Wichtigste in Kürze
- Bei einem Schusswaffenangriff in den USA sterben acht Kinder.
- Sieben der getöteten Kinder stammen aus der Familie des 31-jährigen Täters.
- Der mutmassliche Täter wurde nach einer Verfolgungsjagd von der Polizei tödlich verletzt.
Im US-Bundesstaat Louisiana hat sich am Sonntagmorgen (Ortszeit) eine Tragödie ereignet. Während einer häuslichen Auseinandersetzung eröffnete der 31-jährige Shamar Elkins das Feuer auf seine Partnerin. Mehrfach schoss er auf sie, unter anderem in den Kopf und in den Bauch.
Anschliessend fuhr der Tatverdächtige zu einem weiteren Haus und schoss dort auf acht Kinder und eine Frau. Eines der toten Kinder wurde demnach auf dem Dach des Hauses gefunden – möglicherweise nach einem Fluchtversuch.

Vorläufigen Erkenntnissen zufolge waren die Getöteten zwischen 1 und 14 Jahren alt, wie Chris Bordelon von der örtlichen Polizeidienststelle sagte. Sieben von ihnen seien Kinder von Elkins, der bei seiner Flucht ebenfalls getötet worden war.
Er erschoss die Kinder im Hinrichtungsstil, berichtet die «New York Times» unter Berufung auf die örtliche Polizei. Bei der Tat in der Stadt Shreveport wurden zudem drei weitere Menschen verletzt, unter ihnen zwei Frauen schwer.
Zwei Frauen in «sehr kritischem Zustand»
Beide Frauen, auf die der mutmassliche Täter schoss, wurden wie auch ein weiterer Jugendlicher verletzt. Die Frauen befänden sich in «sehr kritischem Zustand», sagte der Bürgermeister von Shreveport, Tom Arceneaux.

«Was unsere Beamten heute Morgen vorgefunden haben, sollte niemand jemals mit ansehen müssen», sagte Bordelon. Es sei einer der dunkelsten Tage, die die Gemeinde je erlebt habe.
Nach Polizeiangaben stahl der Tatverdächtige ein Auto und flüchtete, woraufhin es zu einer Verfolgungsjagd und einem Schusswechsel kam. Dabei wurde der Tatverdächtige tödlich verletzt.
Tatverdächtiger hatte Suizidgedanken
Gemäss Interview-Angaben von Verwandten des Schützens hatte der 31-Jährige kürzlich Suizidgedanken geäussert. Er habe mit psychischen Problemen zu kämpfen gehabt und war wegen der Beziehung zu seiner Frau gestresst.

Diese hatte offenbar kürzlich die Scheidung gefordert. Elkins habe sich am Ostersonntag telefonisch an seine Mutter und seinen Stiefvater gewendet. Unter Tränen habe er gesagt, dass er in «dunklen Gedanken» ertrinke.
Schusswaffenvorfall mit meisten Toten seit mehr als zwei Jahren
Nach CNN-Angaben war dies der Schusswaffenvorfall mit den meisten Toten in den USA seit mehr als zwei Jahren. Im Januar 2024 waren in der Nähe von Chicago acht Menschen durch Schussverletzungen gestorben. Der mutmassliche Täter nahm sich später das Leben.
Der Polizeichef von Shreveport, Wayne Smith, sagte, er wolle «zu einem Zeitpunkt in der nahen Zukunft mehr und schlüssigere Informationen» über die Geschehnisse geben. In seinen 46 Jahren im Dienst habe er noch nie eine Tragödie von ähnlicher Tragweite erlebt.

Bürgermeister Arceneaux, sagte: «Das ist eine tragische Situation, vielleicht die tragischste, die wir je in Shreveport hatten. Es ist ein schrecklicher Morgen.» Seine Gemeinde trauere.
Die Stadt Shreveport im Nordwesten Louisianas liegt nah an der Grenze zu Texas. Sie ist nach New Orleans und Baton Rouge mit rund 180'000 Einwohnern die drittgrösste Stadt des Bundesstaates.










