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    Boeing-Zwischenfall: Es fehlten Befestigungsteile

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    USA,

    Vor etwa einem Monat war bei einem Flug mit einer Boeing 737-9 Max kurz nach dem Start ein Rumpfteil aus dem Flugzeug gebrochen. Wie konnte es dazu kommen?

    Der Türstopfen der bei dem Alaska Airlines Flug 1282 herausgebrochen war.
    Der Türstopfen der bei dem Alaska Airlines Flug 1282 herausgebrochen war. - -/National Transportation Safety Board/AP/dpa

    An dem jüngst herausgerissenen Rumpfteil einer Boeing 737-9 Max fehlten nach Erkenntnissen von US-Unfallermittlern nötige Befestigungsteile. Der Zustand des Fragments und der anliegenden Rumpf-Elemente weise auf die Abwesenheit von vier Bolzen in einem Sicherungsmechanismus hin, teilte die Ermittlungsbehörde NTSB in einem vorläufigen Bericht mit. Die Feststellung dürfte den Druck auf Boeing verstärken, die Qualitätskontrollen drastisch zu verbessern. Die NTSB zog zugleich noch keine Schlussfolgerungen zur Ursache des dramatischen Zwischenfalls.

    Bei der so gut wie neuen 737-9 Max von Alaska Airlines mit mehr als 170 Menschen an Bord war am 5. Januar kurz nach dem Start im Steigflug ein Rumpfteil herausgebrochen. An der Stelle haben manche Konfigurationen des Typs mit mehr Sitzen eine Tür. Die betroffene Variante der 737-9 Max hat stattdessen eine Abdeckung, die die Öffnung verschliesst. Bei dem Zwischenfall wurde niemand ernsthaft verletzt – durch einen glücklichen Zufall waren allerdings die beiden Plätze direkt an der Öffnung leer geblieben.

    boeing 787
    Eine Boeing 787 der Fluggesellschaft Latam. (Symbolbild) - keystone

    Die US-Luftfahrtaufsicht FAA und andere Behörden hatten nach dem Zwischenfall angeordnet, alle rund 170 ähnlichen Flugzeuge des Typs für Untersuchungen am Boden zu lassen. Alaska und United Airlines fanden auch bei anderen Maschinen lose Befestigungsteile an der Stelle. Erst Ende Januar gab die FAA das Verfahren für Inspektionen frei, nach denen die Flugzeuge wieder starten durften. Bei EU-Fluggesellschaften sind keine Maschinen des betroffenen Modells im Einsatz.

    Die FAA kündigte nach dem Vorfall verschärfte Kontrollen bei Boeing an – und auch einige Airlines wollen eigene Prüfer auf die Produktionslinien schicken. Boeing-Chef Dave Calhoun räumte die Verantwortung für den Zwischenfall ein und versicherte, der Konzern werde die Qualitätsaufsicht verbessern. Der Rumpf der 737-Modelle wird vom Zulieferer Spirit Aerosystems gebaut und kommt danach zur abschliessenden Montage zu Boeing.

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