Berichte: Justizministerium will Pence zu Sturm auf Kapitol befragen

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    USA,

    Das US-Justizministerium will Mike Pence zum Kapitol-Sturm befragen. Das Team soll eine mögliche Gesprächsbereitschaft angedeutet haben.

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    Mike Pence. - GETTY IMAGES/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das US-Justizministerium will Mike Pence befragen.
    • Pence leitete damals in seiner Rolle als Vizepräsident die Kongresssitzung.
    • Das Justizministerium führt seit langem umfangreiche Ermittlungen zu der Attacke.

    Das US-Justizministerium will Berichten zufolge den ehemaligen Vize-Präsidenten Mike Pence im Zusammenhang mit der Erstürmung des US-Kapitols befragen. Das Team von Pence habe angedeutet, dass 63-Jährige offen für mögliche Gespräche sei, berichteten unter anderem die «New York Times» und der Sender CNN am Mittwoch.

    Pence in entscheidenden Momenten in Trumps Nähe

    Pence hatte zuletzt erklärt, eine Kandidatur für den Chefsessel im Weissen Haus zu erwägen – und damit auch dazu bereit zu sein, gegen seinen einstigen Weggefährten Donald Trump anzutreten. Anhänger Trumps hatten am 6. Januar 2021 den Parlamentssitz in Washington erstürmt.

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    Donald Trump (links) und Mike Pence. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/SUSAN WALSH

    Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Wahlsieg von Trumps demokratischem Herausforderer Joe Biden formal zu bestätigen. Die gewalttätige Menge wollte das verhindern.

    Pence leitete damals in seiner Rolle als Vizepräsident die Kongresssitzung – rechtlich eine rein zeremonielle Aufgabe. Trump hatte seinen Vize zuvor aber unverhohlen öffentlich aufgerufen, das Prozedere zu blockieren. Pence war ausserdem in entscheidenden Momenten rund um den Versuch, die Wahl zu kippen, in Trumps Nähe.

    Trump kritisiert Ermittlungen

    Das Justizministerium führt seit langem umfangreiche Ermittlungen zu der Attacke und deren Beteiligten. Unklar ist aber noch, ob das Ministerium auch den Ex-Präsidenten wegen seiner Rolle dabei belangen könnte.

    Der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses hatte bei mehreren öffentlichen Anhörungen etliche Zeugen präsentiert, die Trump schwer belastet haben. Trump kritisiert die Ermittlungen insgesamt als politisch motiviert und wettert seit langem, es handele sich lediglich um einen Versuch seiner Gegner, ihn an einem Wiedereinzug ins Weisse Haus zu hindern.

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