Smart #2: Der Stadtzwerg ist zurück
Der neue Elektro-Zweisitzer steht an der Auto Zürich. Die Schweizer Preise stehen fest, erste Auslieferungen sind für Sommer 2027 geplant.

Wer in Zürich einen Parkplatz sucht, wird zwei Zahlen mögen: 2.75 Meter Länge und 6.95 Meter Wendekreis. Mit dem #2 bringt Smart den klassischen Zweisitzer zurück, als reines Elektroauto mit ganz neuer Technik.
Seine Weltpremiere feierte er am 12. Oktober am Pariser Autosalon. Aktuell ist er an der Auto Zürich in Oerlikon zu sehen.

Parallel dazu hat die Marke in der Zürcher Innenstadt ein neues Atelier eröffnet. Für Schweizer Kunden ist es der erste Kontakt mit dem Modell.
Preise und ausverkaufte Sonderedition
Die Basisversion Pure kostet bei den Schweizer Smart-Partnern inklusive Ablieferungspauschale 19'990 Franken. Für das besser ausgestattete Pure+ werden 19'990 Franken fällig.
Dafür gibt es unter anderem einen beheizbaren Fahrersitz und den stärkeren Bordlader. Vorbestellen lässt sich der #2 seit dem 13. Oktober.
Die für Europa auf 999 Exemplare limitierte Couture Edition ist hierzulande allerdings bereits ausverkauft.
Heckantrieb und LFP-Batterie
Angetrieben wird der Kleine von einem Elektromotor an der Hinterachse. Er leistet 60 kW, also 82 PS, und stemmt 130 Newtonmeter.
Die Energie liefert eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 35.8 kWh. Nach vorläufigen WLTP-Angaben reicht sie für bis zu 290 Kilometer.

Weil die Homologation noch läuft, kann sich dieser Wert noch ändern. Am Schnelllader fliessen maximal 65 kW, von 10 auf 80 Prozent dauert es rund 20 Minuten.
Laden und Alltag
Zu Hause entscheidet die Version über die Ladezeit. Der Pure lädt mit 7.4 kW Wechselstrom, ab dem Pure+ sind es 11 kW.
Über die Vehicle-to-Load-Funktion versorgt das Auto zudem externe Geräte mit Strom. Der Kofferraum fasst 305 Liter, was für die Dimensionen des Stadtflitzers mehr als ordentlich ist.
Im Cockpit kombiniert Smart einen 10.1-Zoll-Zentralbildschirm mit einem 8.8-Zoll-Display hinter dem Lenkrad. Auch ein adaptiver Tempomat mit Stop-and-go-Funktion und ein Autobahnassistent sind an Bord.
Tridion-Zelle und neue Plattform
Bei der Sicherheit greift Smart auf ein bekanntes Markenzeichen zurück. Die Tridion-Sicherheitszelle des Ur-Smart wurde für den #2 weiterentwickelt.
Sieben Airbags schützen die beiden Insassen. Hinten arbeitet eine Fünflenkerachse, die für ein stabiles und zugleich agiles Fahrverhalten sorgen soll.

Die Basis bildet eine neue Plattform namens Electric Compact Architecture, die speziell für einen kompakten Zweisitzer ausgelegt wurde. Gezeichnet hat den #2 das Designteam von Mercedes, die Technik kommt aus China.
Eine Idee mit Schweizer Wurzeln
Während hinter Smart heute Mercedes-Benz und der chinesische Konzern Geely stehen, liegen seine Wurzeln in der Schweiz:
Swatch-Chef Nicolas G. Hayek störte sich an grossen, oft nur halb besetzten Autos, die in den Städten viel Platz belegen. Daraus entstand sein Plan für ein winziges Stadtauto.
Der neue #2 knüpft an diesen Gedanken an, ist aber deutlich erwachsener. Aus dem einstigen Minimalisten ist ein Elektroauto mit Assistenzsystemen und modernen Features geworden.
Geduld bis Sommer 2027
Für Pendler in der Stadt dürfte vor allem die Kombination aus Preis und Grösse zählen. Bis die ersten Kunden ihren #2 abholen, vergeht allerdings noch einige Zeit.
Die Händlergruppe Merbag plant die ersten Auslieferungen für den Sommer 2027. Ob der Termin hält, hängt auch vom Abschluss der Homologation ab.
Wer den Zweisitzer vorher sehen will, findet ihn noch heute an der Messe in Oerlikon und im neuen Atelier in der Innenstadt. Bestellt wird vorerst direkt bei den Smart-Partnern vor Ort.











