Erdüberlastungstag: Ressourcen für 2018 am 1. August aufgebraucht

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    Die Menschheit hat ihre natürlich verfügbaren Ressourcen in diesem Jahr schon aufgebraucht. Der Erdüberlastungstag fällt 2018 bereits auf den 1. August.

    Nachhaltigkeit
    Wichtige Ressourcen: Hände halten ein Pflänzchen mit Erde. - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Erdüberlastungstag fällt dieses Jahr bereits auf den 1. August.
    • Somit hat die Weltbevölkerung ihre natürlich verfügbaren Ressourcen schon aufgebraucht.

    Die Menschheit hat die natürlich verfügbaren Ressourcen bereits an diesem Mittwoch komplett aufgebraucht. Der sogenannte Erdüberlastungstag fällt nach Berechnung der Forschungsorganisation Global Footprint in diesem Jahr schon auf den 1. August – so früh lebte die Weltbevölkerung noch nie auf Öko-Pump. Die Wissenschaftler rechnen aus, wann die Ressourcen verbraucht sind, die innerhalb eines Jahres auch wieder nachwachsen könnten, also nachhaltig verfügbar sind. 1970 war es rechnerisch erst Ende Dezember so weit, im Jahr 2000 bereits im September. Inzwischen wirtschaftet die Weltbevölkerung nach Angaben von Global Footprint, als hätte sie 1,7 Erden zur Verfügung.

    Umweltschützer nutzen den Tag, um einen schonenderen Umgang mit Rohstoffen anzumahnen. «Wir müssen unsere Lebensweise endlich klimafreundlicher und nachhaltiger gestalten, um den Raubbau von Ressourcen zu stoppen», sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock. «Energiewende, ökologische Landwirtschaft und das zunehmende Bewusstsein für nachhaltige Produktion muss auf die politische Agenda.» Dabei sei die Bundesregierung gefragt. Unter anderem müssten alle Gesetze auf ihre Folgen fürs Klima abgeklopft werden.

    Um den Tag zu bestimmen, betrachtet das Global Footprint Network nicht nur den Verbrauch etwa von Holz, Tieren und Boden. Auch der CO2-Ausstoss fliesst in die Berechnung mit ein. Die Kampagne zum Erdüberlastungstag oder auch Welterschöpfungstag – auf Englisch: Earth Overshoot Day – gibt es seit 2006.

    «Für den Rest des Jahres leben wir auf Pump.»

    «Für den Rest des Jahres leben wir auf Pump und verbrauchen damit die Lebensgrundlage unser Kinder und Enkel», warnte etwa Jörg-Andreas Krüger, Direktor Ökologischer Fussabdruck beim WWF. Deutschland als erfolgreiche Industrienation müsse sich endlich an die Spitze einer weltweiten Öko-Bewegung stellen. «Brennende Wälder, schmelzende Gletscher – längst leuchten die roten Warnlampen des Planeten», sagte der Vorsitzende des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger.

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