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    Garten: Wohin mit den Eierschalen von Ostern?

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    Bern,

    Zu Ostern hatten Sie Eier satt – und jetzt viel Bioabfall in Form von Schalen? Tun Sie damit Ihren Pflanzen was Gutes, egal ob im Garten oder auf dem Balkon.

    pH-Wert Eierschalen kalkliebende Pflanzen
    In Böden mit einem niedrigen pH-Wert können Eierschalen bessere Bedingungen für kalkliebende Pflanzen schaffen - Unsplash

    Das Wichtigste in Kürze

    • Manche Pflanzen sind echte Kalk-Liebhaber, zum Beispiel Christrosen.
    • Praktisch dafür: getrocknete und zerdrückte Eierschalen.
    • Alternativ entsorgt man Eierschalen sonst ganz klassisch per Kompost.

    Eierschalen als Überbleibsel vom Osterfest können den Pflanzen im Garten helfen. Sie düngen zwar nicht wie oft angenommen den Boden.

    Aber die Schalen können in Böden mit einem niedrigen pH-Wert bessere Bedingungen für kalkliebende Pflanzen schaffen, erklärt Isabelle Van Groeningen, anerkannte Fachfrau Gartenkultur.

    Ein gutes Beispiel dafür sind die Christrosen (Helleborus niger). Sie «werden sich zu kräftigeren, gesunden Pflanzen entwickeln, wenn sie in kalkreiche Erde gepflanzt werden», so Van Groeningen.

    «Am einfachsten ist es, die Eierschalen zu trocknen und dann klein zu zerdrücken», rät die Gartengestalterin. Die Schalen werden sich dann nach und nach langsam zersetzen. «Und dabei über längere Zeit der Pflanze den nötigen Kalk zur Verfügung stellen.»

    Alternativ könnten Sie Ihre Eierschalen auch zerdrückt auf dem Kompost entsorgen.

    Kalk ist Geschmackssache

    Aber es ist gar nicht einfach, herauszufinden, ob die Pflanzen im Garten Eierschalen mögen und wie viel sie davon vertragen – selbst in einer Pflanzgattung kann das unterschiedlich sein.

    Während die schon erwähnte Christrose in kalkreichen Böden besser wächst, ist ihre Cousine Lenzrose laut Van Groeningen auch in neutralen oder etwas sauren Böden gut aufgehoben.

    Christrose Ostereier Schalen kalkhaltig
    Auch die Christrose liebt Ostereier - genauer gesagt, die Schalen der Reste vom Fest. Zerkleinert werden die kalkhaltigen Schalen in den Boden eingearbeitet. - dpa

    Ähnlich kompliziert ist es bei der Familie der Ericacea. Die typischen Herbstblüher Eriken und Callunen, aber auch Schnee- und Winterheide (Erica carnea) mögen Kalk überhaupt nicht. Aber den ebenfalls zur Verwandtschaft gehörenden Erdbeerbaum (Arbutus unedo) stört Kalk nicht.

    Ausnahmen sind also die Regel. «Es hängt immer davon ab, von wo die Pflanzen ursprünglich stammen», sagt Van Groeningen.

    pH-Wert ermitteln

    Sie rät daher: Im Zweifel nachlesen, ob die Pflanzen Kalk brauchen. Und den pH-Wert des Bodens mit einem Test aus dem Gartencenter oder im Rahmen einer Bodenprobe im Labor ermitteln.

    Einen Hinweis dazu können auch Pflanzen in der Umgebung geben: «Wenn in der Nachbarschaft Rhododendren gedeihen, heisst das, dass der Boden säuerlich ist», erklärt Van Groeningen. «Sie gehören zu den Heideverwandten, die keinen Kalk mögen.»

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