Facebook kennt auch ohne Account ihre Gedanken

    Sophie Keilwerth
    Sophie Keilwerth

    Australien,

    Facebook und Twitter können anhand Ihrer Freunde herausfinden, wie Sie denken.

    Facebook und Twitter analysieren den Feed Ihrer Freunde.
    Facebook und Twitter analysieren den Feed Ihrer Freunde. - Stocksnap

    Das Wichtigste in Kürze

    • Facebook und Twitter analysieren den Feed Ihrer Freunde.
    • So können sie voraussagen, was Sie als nächstes posten.

    Laut einer neuen Studie der beiden Universitäten Vermont und Adelaide wissen Facebook und Twitter über grosse Teile Ihres Lebens Bescheid – selbst wenn Sie keinen Account besitzen. Die sozialen Netzwerke können aufgrund der Posts Ihres Umfeldes mit 95%-iger Sicherheit vorhersagen, wie Sie denken. Bei der Privatsphäre in den sozialen Medien ist es also wie beim Passivrauchen: Sie wird von den Leuten um einem herum beeinflusst.

    Über 30 Millionen analysierte Posts

    Für die Studie wurden über 30 Millionen öffentliche Twitter-Posts von 13'905 Usern angeschaut. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass man weiss, was eine Person als nächstes posten wird, wenn die Posts von acht bis neun Kontakten dieser Person analysiert werden.

    Facebook Twitter Icons
    Die Smartphone-Icons der Social-Media-Plattformen Facebook und Twitter auf einem Handybildschirm. - Pixapay

    Auch ohne eigenen Account weiss Social Media, wer Sie sind

    Um herauszufinden, wie Sie denken, spielt es also keine Rolle, ob Ihr eigener Feed oder der Feed Ihres Umfeldes analysiert wird. Das Ergebnis ist dasselbe.

    Mit diesen Voraussetzungen spielt es also gar keine Rolle, ob Sie einen Social Media-Account besitzen oder nicht. Denn wenn Ihre Freunde einen besitzen, können soziale Medien genauso viel über Sie herausfinden.

    User händigen unbewusst Daten der Freunde aus

    «Gegenteilig betrachtet müssen User sich bewusst sein, dass sie mit ihren Social Media-Accounts automatisch auch Daten ihrer Freunde aushändigen», sagt der Mathematiker James Bagrow von der Universität Vermont, der die Studie geleitet hat.

    Es scheint das Einzige, was man also wirklich noch beeinflussen kann, ist die Wahl seiner Freunde.

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