Es geht auch so rum: Vor genau zwei Wochen hat der Rheintaler Popmusiker Crimer einen Swiss Music Award gewonnen. Heute erscheint mit «Leave Me Baby» sein Debütalbum.
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Das neue Album von Crimer heisst «Fake Nails». - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Rheintaler Popmusiker Crimer veröffentlicht heute sein Debütalbum «Leave Me Baby».
  • Seine Songs sind stilistisch an die Popmusik der 1980er Jahre angelehnt.
  • Erst vor zwei Wochen hat der 28-Jährige einen Swiss Music Award gewonnen.

Schon nach der Veröffentlichung seiner EP «Preach» im April 2017 war Alexander Frei, wie Crimer mit bürgerlichem Namen heisst, erstaunt darüber, «dass das gleich so gut funktionierte». Dass er ausgerechnet mit seinem Synthi-Sound, der eigentlich der 1980er-Ära entstammt, quasi über Nacht zum neuen Schweizer Pop-Original wurde. «Das ist schon speziell, denn normalerweise braucht es ein, zwei Alben bis man eine gewisse Bekanntheit erlangt.»

Während Crimer noch im letzten Sommer mit Zug und Gitarre zu seinen Auftritten reiste, «um 19 Uhr ankommen und um 20 Uhr auf der Bühne stehen konnte», braucht er inzwischen allein für sein Equipment einen Bus. Ausserdem hat er neuerdings eine Band und einen Tontechniker im Schlepptau.

Perle für Nostalgiker

Weniger geworden sind einzig seine Haare. Im Video zu «Hours», der bereits veröffentlichten ersten Single des neuen Albums, rasierte Crimer seinen berühmten Mittelscheitel eigenhändig ab. «Ich war noch nie so nervös und hielt dann zu allem Elend hin auch noch den Rasierapparat verkehrt in den Händen.»

Crimer setzt auf seine Authentizität. Er lebt, was er als Musiker ausdrückt – und seine Musik lebt von dem, was er ist. Und genau weil sein Stil seine Glanzzeiten in einem anderen Jahrhundert hatte, sei es wichtig, als glaubhafter Künstler herauszustechen. «Ich brauche kein Konzept, bei mir ist nichts erzwungen.»

Sein Debütalbum «Leave Me Baby» ist eine Perle für Nostalgiker, ein Must-Have für Fans, die sich nach wie vor für die Musik der 1980er Jahre begeistern, die Bands wie Depeche Mode mögen, oder Hurts. Viel mehr lässt sich dazu nicht sagen, wir wissen, wie das klingt.

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