Berlinale Direktor lädt AfD zu Film über Warschauer Ghetto ein

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    Der Film «Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto» dokumentiert das Leben der Juden im Wahrschauer Ghetto. Der Berlinale-Direktor lädt AfDler explizit ein.

    Festivaldirektor Dieter Kosslick geht nach der Programm-Vorstellung-
    Festivaldirektor Dieter Kosslick führt zum letzten Mal durch die Internationalen Filmfestspiele, die am 7. Februar in Berlin beginnen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Berlinale zeigt einen Film zur Verfolgung der Juden im 2. Weltkrieg.
    • Der Festivaldirektor hat AfD-Abgeordnete explizit eingeladen.
    • Er werde gar ihre Tickets bezahlen.

    Berlinale-Direktor Dieter Kosslick hat noch kurzfristig einen Film ins Programm genommen – und dazu AfD-Politiker eingeladen. Er habe sich entschieden, den Dokumentarfilm «Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto» von Roberta Grossman am 10. Februar zu zeigen, sagte Kosslick am Dienstag.

    «Alle AfD-Mitglieder, alle Abgeordneten im Bundestag der AfD, werden kostenlos ins Kino dürfen. Von mir persönlich eingeladen. Ich bezahle jedes Ticket.» Er hoffe, dass möglichst viele den Film sehen werden. «Und wenn sie dann noch sagen, das ist ein Fliegenschiss, dann muss ich sagen, sollte vielleicht jemand anderes einschreiten als die Filmemacher.»

    Der Film schildert die Geschichte des 1941 gegründeten Untergrund-Archivs im Warschauer Ghetto. Es sollte dokumentieren, wie die Juden im Ghetto lebten und wie sie ermordet wurden.

    400 Filme an der Berlinale

    Die Berlinale zeigt vom 7. bis 17. Februar rund 400 Filme. Das Programm sei eigentlich schon geschlossen gewesen, sagte Kosslick. Dass die Berlinale den Film noch zeigt, begründete er auch mit dem AfD-Eklat vor wenigen Tagen im bayerischen Landtag bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus.

    Abgeordnete der rechtspopulistischen Partei verliessen demonstrativ den Plenarsaal, nachdem die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, gesagt hatte, die AfD stehe «nicht nur für mich nicht auf dem Boden unserer demokratischen Verfassung».

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