So oft ziehen Schweizerinnen und Schweizer um

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    Zürich,

    Knapp fünfmal: So oft zieht ein Durchschnittsschweizer in seinem Leben um. Rund die Hälfte sucht weniger als drei Monate nach einem neuen Zuhause.

    Ein Umzug beginnt lange vor dem Zügeltag
    Schweizerinnen und Schweizer ziehen in ihrem Leben durchschnittlich fünfmal um. - Adobe Stock

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Durchschnittsschweizer zieht fünfmal in seinem Leben um.
    • 49 Prozent finden innerhalb von drei Monaten ein neues Zuhause.
    • Putzen für die Wohnungsabgabe wird am häufigsten als mühsamster Teil genannt.

    Knapp fünfmal: So oft zieht ein Durchschnittsschweizer in seinem Leben um. Rund die Hälfte sucht weniger als drei Monate nach einem neuen Zuhause. Überraschend dabei: Nicht die Wohnungssuche oder der eigentliche Umzugstag werden als grösste Belastung empfunden, sondern das Putzen für die Wohnungsübergabe. Dies zeigt eine repräsentative YouGov-Studie im Auftrag des Immobilienportals newhome.*

    - 49% finden ihr neues Zuhause innerhalb von drei Monaten.

    - Immobilienportale sind mit 27% der wichtigste Weg zur neuen Wohnung, vor Freunden und Bekannten (23%).

    - Putzen für die Wohnungsabgabe ist für 15% der mühsamste Teil des Umzugs.

    - 55% vermissen nach dem Umzug nichts an ihrem früheren Zuhause.

    - Junge Menschen sind in ihrem Leben bislang deutlich seltener umgezogen und hängen umso stärker an ihrem bisherigen Zuhause.

    Im Durchschnitt sind die Befragten 4,9-mal in ihrem Leben umgezogen. Knapp ein Drittel ist bislang höchstens zweimal umgezogen. Der Anteil jener, die noch nie oder erst einmal umgezogen sind, liegt besonders hoch bei den Befragten unter 29 Jahren. 41% sind zwischen drei und fünf Mal umgezogen, 32% mehr als fünfmal.

    Häufigster Umzugsgrund: Kauf von Eigentum

    Der Wunsch nach Wohneigentum ist in der Schweiz der wichtigste Auslöser für einen Umzug. Jede dritte Person (33%) zog zuletzt wegen eines Haus- oder Wohnungskaufs um. Besonders ausgeprägt ist dieses Motiv bei den 45- bis 79-Jährigen, von denen 45% den Erwerb von Wohneigentum als Hauptgrund nennen, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es lediglich 9%.

    Bei den Jüngeren sind meist Lebensveränderungen ausschlaggebend für einen Umzug: ein neuer Job oder eine Ausbildung sowie Veränderungen in der Partnerschaft. Über alle Altersgruppen hinweg nennen 24% eine veränderte Partnerschaftssituation und 27% eine veränderte Familienkonstellation als Grund für den letzten Umzug.

    Für einen neuen Job oder eine Ausbildung sind 19% umgezogen. Dieser Wert liegt bei Befragten mit höherer Bildung signifikant höher (25% vs. 12% bei Personen mit tiefer/mittlerer Bildung). Die Nähe zur Familie, belastende Wohnverhältnisse sowie eine Kündigung des Mietvertrags spielen bei den Umzugsplänen dagegen eine eher untergeordnete Rolle.

    Die Suche verläuft meist über Immobilienportale und persönliche Kontakte

    Etwas mehr als ein Viertel der Befragten hat die letzte Wohnung bzw. Haus über ein Immobilienportal gefunden (27%). Bei etwas weniger (23%) war es das private Netzwerk aus Freunden und Bekannten. Es zeigen sich zudem deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Jüngere finden ihre Wohnung vermehrt über Online-Communities und Social Media (11%), während ältere Personen ab 60 Jahren noch zu einem erheblichen Teil über Zeitungsinserate fündig werden (16%). Über alle Altersgruppen hinweg spielen Plakate direkt am Objekt sowie Makler eine eher marginale Rolle (je 3%). In der Westschweiz sind ausserdem Kleinanzeigen verbreiteter als in der Deutschschweiz (16% vs. 3%).

    Die Dauer der Wohnungssuche ist erstaunlich moderat

    Trotz der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt findet fast jede zweite Person ihr neues Zuhause innerhalb von drei Monaten. Knapp die Hälfte sucht weniger als drei Monate nach einem neuen Zuhause: Ein Viertel wird sogar innerhalb eines Monats fündig, ebenfalls ein Viertel sucht zwischen einem und drei Monaten.

    Im Tessin suchen signifikant mehr Menschen kürzer als einen Monat (35% vs. 18% in der Romandie und 27% in der Deutschschweiz). Am anderen Ende der Skala musste rund jede:r Zehnte mehr als ein Jahr in die Suche investieren, mit einer signifikanten Häufung bei den 45- bis 59-Jährigen (18%).

    Dabei zeigt sich ein interessanter Unterschied zwischen den Altersgruppen: Die 30- bis 44-Jährigen suchen häufiger 1–3 Monate, während die 60- bis 79-Jährigen häufiger 3 Monate oder länger benötigen.

    Die grösste Belastung? Putzen

    Als besonders belastend im Zusammenhang mit dem Umzug empfinden die meisten Befragten das Putzen der Wohnung (15%). Ebenfalls nicht besonders beliebt ist das Packen der Umzugskisten (9%) sowie das Ausmisten (11%), das besonders die über 60-Jährigen als mühsam (19%) empfinden.

    Bürokratische Aufgaben, Wohnungssuche und der eigentliche Umzugstag liegen ebenfalls jeweils bei rund 9%. Das Montieren der Möbel und das Installieren von Lampen und Ähnlichem werden übrigens im Tessin als besonders nervig empfunden (12% bzw. 13%).

    Der Abschied vom alten Zuhause fällt vielen leicht

    Offenbar fühlen sich die meisten im neuen Zuhause schnell heimisch: 55% vermissen nach dem Umzug nichts an ihrem alten Wohnort. Den unter 30-Jährigen fällt der Abschied von der vertrauten Umgebung hingegen schwerer.

    23% vermissen Freunde und Nachbarn (Total: 13%), und nur 28% geben an, sich schnell eingelebt zu haben (Total: 55%; bei den Ältesten: 68%).

    Auch Erinnerungen, die sie mit dem alten Zuhause verbinden sowie das Gefühl von Zuhause und vertraute Orte wie das Kinderzimmer fehlen den unter 30-Jährigen besonders häufig.

    * Bevölkerungsrepräsentative Online-Umfrage bei 1’273 in der Schweiz wohnhaften Personen zwischen 18 und 79 Jahren. Die Befragung wurde zwischen dem 12. und 18. August durchgeführt.

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