Wer bei der Arbeit ständig aus der Konzentration gerissen wird, geht am Ende des Tages mit einem Gefühl der Unzufriedenheit nach Hause. Wie geht es anders?
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Zufriedenheit im Job ist oft eine Frage der inneren Einstellung: zum Leben. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Menschen in Wissensjobs sind zunehmend unter Druck: darunter leidet oft die Produktivität.
  • Hilfe bieten sogenannte Fokuszeiten.
  • Täglich zwei Blocks konzentrierter Arbeit fördern Arbeitsleistung und Zufriedenheit.

Erinnern Sie sich an Ihren letzten richtig produktiven Arbeitstag? Oder springen Sie jeden Tag gehetzt zwischen unbeantworteten E-Mails, aufploppenden Messenger-Nachrichten und Meetings hin und her?

Gerade Menschen in Wissensjobs stehen vor der Herausforderung, dass ihre Arbeitstage sich zunehmend zergliedern. Berufstätige sind dann zwar vielbeschäftigt, aber nicht wirklich produktiv.

Wer das ändern möchte, kann sogenannte Fokuszeiten etablieren.

Vera Starker, Wirtschaftspsychologin, Beraterin und Co-Founderin des Thinktanks Next Work Innovation (NWI), rät, sich dafür zum Beispiel zwei Blocks von jeweils 50 Minuten am Tag zu reservieren.

Achtsamkeit versus erhöhter Cortisol-Spiegel

Wie schnell man sich (wieder) an konzentriertes Arbeiten über längere Phasen hinweg gewöhnt, ist laut Starker aber eine Typenfrage.

«Wer sich etwa bereits mit Achtsamkeit beschäftigt hat, merkt schnell Veränderungen.»

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Jeder Herausforderung gewachsen. - Pixabay

Menschen, die dagegen ein hohes Stressniveau haben, empfinden Fokuszeit unter Umständen erst mal als belastend. «Für sie ist es härter, weil ihr Körper durch die dauerhaft hohe Stressbelastung an einen erhöhten Cortisol-Spiegel gewöhnt ist.»

Am Ende aber werde man mit Selbstwirksamkeit belohnt. Für Wissensarbeiter hängt Zufriedenheit laut Starker nämlich damit zusammen, mit dem Gefühl nach Hause zu gehen, einen produktiven Arbeitstag gehabt zu haben.

Dazu tragen die Fokuszeiten bei.

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