Blindflug mit 1001 PS: Audis neuer Supersportler
Braucht die Welt wirklich ein neues Hypercar für Millionäre? Audis radikaler Vorstoss versetzt die Sportwagen-Elite in Aufruhr.

Die Ära der fossilen Supersportler geht langsam, aber sicher zu Ende. Trotzdem verzichtet Audi bei seinem neuem Plugin-in-Hybrid-Flaggschiff «Nuvolari» nicht gänzlich auf den Verbrennungsmotor.
Das spektakuläre Serienmodell basiert auf dem Lamborghini Temerario und leistet phänomenale 1001 PS. Ein tiefer Blick in die Markthistorie offenbart zudem faszinierende Parallelen zu einer vergessenen Konzeptstudie.

Bereits im Jahr 2003 trug ein elegantes Coupé mit V10-Biturbo diesen geschichtsträchtigen Namen. Heute transformiert die Marke mit den vier Ringen diese Rennsport-DNA eindrucksvoll in die moderne Neuzeit.
Formel-1-Technik gegen den Platzhirsch
Der deutsche Newcomer greift den aktuellen Benchmark Ferrari SF90 Stradale frontal an. Mit drei hochentwickelten Elektromotoren und permanentem Allradantrieb stürmt das Geschoss in 2.6 Sekunden auf Tempo 100.
Damit distanziert der Ingolstädter seinen italienischen Plattform-Bruder aus dem Hause Lamborghini spürbar. Ein ausgeklügeltes, aktives Aerodynamik-System presst die flache Karosserie bei hohen Geschwindigkeiten extrem stark auf den Asphalt.

Erstmals nutzt der Hersteller ein ultraleichtes Kleid aus reinem Carbon über dem bekannten Aluminium-Rahmen. Diese Symbiose garantiert eine hervorragende Verwindungssteifigkeit bei der rasanten Jagd nach neuen Rundenrekorden.
Historische Wurzeln
Die klangvolle Bezeichnung huldigt einer wahren Legende des internationalen Motorsports aus vergangenen Tagen. Der Italiener Tazio Nuvolari feierte vor fast einhundert Jahren atemberaubende Siege für die geschichtsträchtige Auto Union.
Die Entwickler zitieren mit der markanten Frontpartie dezent die klassischen Silberpfeile dieser glorreichen Ära. Neben optischen Highlights feiert ein technisches Detail eine absolute Premiere im zivilen Portfolio der Marke.

Das exklusive Sammlerstück rollt ab Werk auf geschmiedeten Felgen mit einem echten Zentralverschluss aus dem Rennsport. Vier horizontale Leuchtelemente an Front und Heck definieren zudem das völlig neue Gesicht zukünftiger Modellreihen.
Audi Nuvolari streng limitiert
Die konsequente Auslegung auf maximale Performance bringt jedoch ungewöhjnluche Folgen mit sich. Die Designer streichen die klassische Heckscheibe komplett zugunsten von zusätzlichen, massiven Luftansaugstutzen für das Aggregat.

Für die meisten Auto-Enthusiasten bleibt der Traumwagen wegen einer extrem strikten weltweiten Limitierung auf nur 499 Exemplare unerschwinglich. Angesichts eines geplanten Grundpreises von rund 600’000 Euro müssen Interessenten für dieses automobile Kunstwerk tiefe Taschen mitbringen.







