Berner Stadtrat gegen höheres Fahrtenkontingent fürs Westside

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    6000 Fahrten pro Tag sollen genügen

    Verkehr
    Die von der Allgemeinheit zu tragenden Kosten des Verkehrs liegen bei 1600 Franken pro Person pro Jahr.(Symbolbild) - SDA Regional

    Der Berner Stadtrat hat sich gegen ein höheres Fahrtenkontingent für das Einkaufs- und Freizeitzentrum Westside ausgesprochen.

    Mit 38 zu 22 Stimmen überwies er am Donnerstag eine Motion aus dem rotgrünen Lager. Der Gemeinderat soll demnach eine Erhöhung auf 8000 Fahrten ablehnen, wenn er dereinst als zuständige Behörde ein entsprechendes Baugesuch erhält.

    Das Westside wurde 2008 eröffnet. Weil das Kontingent fortwährend überschritten wurde, will der Kanton nun die Fahrtenzahl im Richtplan anpassen. In einem weiteren Schritt bräuchte es noch ein Baubewilligungsverfahren.

    Für die Ratslinke kommt eine Erhöhung der Fahrtenzahl nicht in Frage, wie mehrere Sprecherinnen und Sprecher deutlich machten. Wenn die Zahl heute überschritten werde, brauche es eben zusätzliche Massnahmen - die griffigste wäre eine substanzielle Erhöhung der Parkgebühren.

    Anders sah es das bürgerliche Lager. Mit einer Erhöhung trage man einfach den Realitäten Rechnung. Mache man den Autofahrern das Leben schwer, gingen sie halt anderswo einkaufen - zum Beispiel in Einkaufszentren im Kanton Freiburg. Auch mit 8000 Fahrten könnten die Vorgaben zu Lärmschutz und Lufthygiene eingehalten werden.

    Der Gemeinderat lehnte die Motion ebenfalls ab. Schliesslich seien die Parkgebühren bereits erhöht worden, und ein Baubewilligungsverfahren sei kein politischer Prozess. Die rotgrüne Mehrheit zeigte sich davon unbeeindruckt und überwies die Motion.

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