Diabetes

    Verhindert die Reihenfolge Ihrer Mahlzeiten Diabetes?

    Laura Del Favero
    Laura Del Favero

    Eine neue Studie hat untersucht, inwiefern die Reihenfolge der Mahlzeiten eine Diabetes-Erkrankung beeinflusst – und zeigt Erstaunliches.

    Mahlzeit
    Verhindert die Reihenfolge Ihrer Mahlzeiten Diabetes? Dieser Frage ging eine aktuelle Studie nach. - Depositphotos

    Fast jeder dritte Erwachsene in den USA hat Prädiabetes, eine Vorstufe von Typ-2-Diabetes. Eine neue Studie legt nahe, dass einfache Änderungen in der Essgewohnheit das Risiko einer vollen Krankheitsausprägung senken könnten.

    In der kürzlich veröffentlichten Studie im Fachjournal «Nutrients» haben Forscher zwei Gruppen von Menschen mit Prädiabetes untersucht. Die erste Gruppe erhielt nur Standard-Ernährungsberatung.

    Diabetes
    In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Zahl der weltweit an Diabetes erkrankten Erwachsenen verdoppelt, wobei der stärkste Anstieg in Entwicklungsländern zu verzeichnen ist. (Symbolbild) - Depositphotos

    Die zweite Gruppe hingegen wurde zusätzlich dazu angeleitet, zuerst Proteine und nicht-stärkehaltiges Gemüse zu essen. Kohlenhydratreiche Lebensmittel sollten bis zum Schluss aufgehoben werden.

    Nach 16 Wochen zeigten beide Gruppen verbesserte Blutzuckerwerte, aber keine signifikanten Unterschiede zwischen ihnen. Interessanterweise stellten die Forscher jedoch fest, dass Teilnehmer aus der zweiten Gruppe vor Beginn der COVID-19-Pandemie durchschnittlich sechs Pfund mehr abgenommen hatten als jene aus der ersten Gruppe.

    Pandemie beeinflusste Gewichtsverlust

    Doch während des Pandemiebeginns war dieser Gewichtsverlust bei den Teilnehmern aus beiden Gruppen weniger ausgeprägt. Ein Hinweis darauf, wie stark äussere Umstände unsere Essgewohnheiten und damit auch unser Gewicht beeinflussen können.

    Obst Gemüse
    Eine gesunde Ernährung und Sport können Diabetes vorbeugen. - Depositphotos

    Trotz der gemischten Ergebnisse gaben die Teilnehmer aus der zweiten Gruppe folgendes an: Sie empfanden ihre neue Ernährungsweise als einfach umsetzbar und würden diese gerne beibehalten.

    Sie assen mehr Gemüse und nahmen insgesamt weniger Kalorien zu sich – ein vielversprechender Ansatz für eine langfristige, gesunde Ernährung.

    Probieren geht über Studieren

    Zusammengefasst deutet diese Studie darauf hin, dass Konsum von Protein sowie nicht-stärkehaltigem Gemüse vor kohlenhydratreichen Lebensmitteln zu folgendem beitragen kann: Gewicht verlieren, den Gemüsekonsum steigern und den Blutzuckerspiegel verbessern.

    Obwohl weitere Untersuchungen erforderlich sind, könnte es einen Versuch wert sein, die Reihenfolge Ihrer Mahlzeiten anzupassen. Vielleicht entdecken Sie dabei sogar eine neue Vorliebe für Gemüse!

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