Garage Bizzozero bezieht neues Firmengebäude im Berner Westen
Die Berner Garage Bizzozero feiert ihren Umzug. Geschäftsführer Marco Bizzozero erklärt die lange Planung und die Ziele am neuen Standort.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Garage Bizzozero ist von der Berner Länggasse in das Fischermätteli-Quartier gezogen.
- Die Garage Bizzozero ist ein Familienunternehmen und wurde 1938 gegründet.
- Im Interview blickt der Geschäftsführer auf den Umzug zurück und spricht über die Zukunft.
Die Berner Garage Bizzozero hat einen Meilenstein erreicht: Am ersten Mai 2026 zogen Geschäftsführer Marco Bizzozero und sein Team von der Länggasse ins Fischermätteli-Quartier. Ein wichtiger Meilenstein in der Firmengeschichte!
Gemeinsam mit Marco Bizzozero blicken wir auf den Umzug zurück und erfahren, worauf er besonders stolz ist.
Nau.ch: Nach fast 100 Jahren verlässt die Garage Bizzozero die Länggasse. Wie emotional war der Abschied für dich und dein Team?
Marco Bizzozero: Wir konnten uns schon länger mit diesem Abschied befassen. Die Vorfreude, in eine neue und coole Infrastruktur einzuziehen, die viele Parallelen zum alten Standort hat, hat den Abschied erleichtert. Die positiven Emotionen haben die negativen überwogen.

Nau.ch: Lange zwölf Jahre wart ihr auf der Suche nach einem neuen Standort. Was war daran so anspruchsvoll?
Marco: Das erste Hindernis war der Standort. Aufgrund des Vertriebsnetzplanes der regionalen Abdeckung und unserer strategischen Ausrichtung wollten wir in den Westen Berns ziehen. Freie Gelegenheiten gab es jedoch hauptsächlich im Osten.
Zweitens benötigen wir als Autogarage viel Rangierfläche. Und drittens soll heutzutage eine Garage nicht mehr in einem Wohngebiet stehen.
«Am alten Standort war weiteres Wachstum nicht mehr möglich»
Nau.ch: Warum war der Umzug überhaupt notwendig und was hat am alten Standort nicht mehr gepasst?
Marco: In den letzten Jahren sind wir stark gewachsen, wodurch wir immer mehr Platzprobleme bekommen haben. Vor allem die Parkplatz-Situation in der Länggasse war schwierig. Besonders die Zu- und Wegfahrt wurde für unsere Kundinnen und Kunden zum Problem.

Ausserdem wurde der Betrieb in einer Zeit gebaut, als noch kleinere Autos wie der VW Käfer gefahren wurden. Heute bieten wir als Mobilitätspartner unter anderem Elektroautos an, die aufgrund ihrer grossen Batterien deutlich mehr Platz benötigen, aber auch der ganzheitliche Ansatz als Mobilitätsdienstleister, wobei vom Verkauf über den Service und auch Carrosserie-Reparaturen bis hin zur Vermietung, alles abgedeckt wird.
Nau.ch: Gab es während des Umzugs einen kritischen Moment, in dem du gedacht hast «hoffentlich klappt das alles»?
Marco: Ja, das ganze letzte Jahr sassen wir wie auf heissen Kohlen. Eigentlich hatten wir geplant, den Umzug auf den ersten Januar 2026 durchzuführen. Mitte 2025 mussten wir jedoch feststellen, dass sich alles verzögert. Die Bewilligungs- und Planungsprozesse dauerten länger als erwartet.

Unser Ziel war es, der Radwechselsaison zu entweichen. Diese Zeit ist jedes Jahr ein Balanceakt. Wir wechseln rund 8000 Räder pro Saison für unsere Kundinnen und Kunden. Entsprechend standen wir unter grossem Druck.
Schliesslich haben wir den gesamten Betrieb an einem einzigen Tag ins Fischermätteli-Quartier gezügelt. Dass der Umzug so reibungslos geklappt hat, verdanken wir vor allem unserem starken Team – aber natürlich auch der komplett neuen Infrastruktur mit neuen Listen, Werkzeugen und Mobiliar. Trotzdem gab es in dieser Zeit einige schlaflose Nächte.
«Ohne unser starkes Team wäre der Umzug nicht so reibungslos verlaufen»
Nau.ch: Wie sind der Umzug und der Neuanfang am neuen Standort bei euren Mitarbeitenden und den Kundinnen und Kunden angekommen?
Marco: Bei unserer Kundschaft kam der Umzug gut an. Der neue Standort bietet mehr Parkmöglichkeiten und einen neuen grossen Showroom, in dem die neusten VW-Modelle zu sehen sind und auch ein erweitertes Angebot mit den VW-Nutzfahrzeugen und California Campern.
Auch im Team war es uns wichtig, die Mitarbeitenden in den Umzug einzubeziehen. Deshalb haben wir die Baustelle zweimal gemeinsam mit dem Team besucht. Die Freude ist im ganzen Team gross, dass wir nun alle am neuen Standort sind.
Nau.ch: Wenn du heute durch die neue Garage läufst, worauf bist du am meisten stolz?
Marco: Besonders stolz bin ich darauf, die fast hundertjährige Familiengeschichte in vierter Generation weiterführen zu dürfen. Mit dem Umzug haben wir uns eine sehr gute Ausgangslage geschaffen, um uns weiterzuentwickeln und in Zukunft weiter zu wachsen.
«Bei der Arbeit an Elektroautos benötigt man mehr Platz»
Nau.ch: Die Autobranche befindet sich mitten im Wandel Richtung Elektromobilität. Spielte das beim Neubau ebenfalls eine Rolle?
Marco: Grundsätzlich führt die neue Technologie dazu, dass sich die Werkstatt stark verändert. Den Mechaniker, der bis hinter die Ohren voller Kettenschmiere ist, gibt es so nicht mehr. Besonders bei Arbeiten an Hochvoltbatterien von Elektroautos braucht man schnell einmal sechs bis acht Meter Platz. Hochvoltbatterien können instabil sein und müssen deshalb in einer Art Quarantäne gestellt werden.

Nau.ch: Fast ein Jahrhundert Firmengeschichte liegt hinter euch: Dürfen wir uns darauf einstellen, dass die nächsten 100 Jahre nun im Fischermätteli geschrieben werden?
Marco: Als strategischer Partner von Volkswagen Schweiz haben wir den Anspruch, uns stetig weiterzuentwickeln. Mit dem neuen Standort haben wir dafür die idealen Voraussetzungen geschaffen. Wir blicken positiv in die Zukunft und freuen uns, die Geschichte im Fischermätteli weiterzuführen.
Ihr Partner rund ums Auto
Die Garage Bizzozero ist ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Standorten in der Region Bern und in Erlach. Seit 1938 begleitet sie ihre Kundinnen und Kunden als zuverlässige Partnerin rund ums Automobil vom Fahrzeugkauf über den regelmässigen Service bis hin zu Reparaturen aller Art.
Dabei verbindet das Unternehmen handwerkliches Können mit persönlicher Beratung und einem erfahrenen Team, das für Qualität und Vertrauen steht. So wird jedes Fahrzeug sorgfältig behandelt und bleibt in besten Händen.






