Neuer Wettergott – Google will Klimawandel mit KI vorhersagen

    Juli Rutsch
    Juli Rutsch

    Google hat einen Wettersimulator entwickelt, der per KI den Klimawandel analysieren soll. Sogar Hurrikans entgehen dem KI-Blick nicht.

    Google Firmengebäude
    Google's KI-gestützter Wettersimulator sagt die Erdewärmung durch den Klimawandel genau voraus. - Depositphotos

    Google hat eine künstliche Intelligenz entwickelt, die den Wetterverlauf simulieren und die Klima- und Erderwärmung vorhersagen kann.

    In einer erst kürzlich veröffentlichten Studie stellte Google seine neue Technologie, genannt «NeuralGCM», der Öffentlichkeit vor.

    Klassische Methoden kombiniert mit maschinellem Lernen

    Um langfristige Klimatrends simulieren zu können, nutzt NeuralGCM historische Daten wie Temperaturen der Meere und Konzentrationen von Eis aus den Ozeanen.

    Meer Eisberg Wasser Seitenansicht
    Was den einen der Eisberg, ist den anderen der Gletscher. Der Klimawandel betrifft uns auf der ganzen Welt. - Depositphotos

    Das Hybridmodell von Google kombiniert traditionelle Prognosemethoden mit maschinellem Lernen – das gab es in der Welt der Wettervorhersage bisher noch nicht.

    Neben Standard-Wetterprognosen, die er mindestens genauso gut wie klassische Wettervorhersagen machen kann, liefert der Simulator präzise Vorhersagen für komplexe Phänomene wie tropische Wirbelstürme oder globale Temperaturtrends.

    Hurrikan-Prognosen dank Google?

    Zukünftige Entwicklungen könnten sogar Hurrikan-Vorwarnsysteme einschliessen. Die Forscher arbeiten bereits an einer Funktion, die jährliche Hurrikan-Prognosen ermöglicht.

    Hurrikan Blick Weltall auf Erdkugel
    Googles hybrider KI-Wettersimulator könnte künftig Hurrikane vorhersagen. - Depositphotos

    Statt extremen Wetterbedingungen schutzlos ausgeliefert zu sein, würden endlich gezielte Vorbereitungen möglich – eine Seite der KI, die der Menschheit mit Blick auf den Klimawandel bisher ungeahnten Nutzen verspricht.

    Mehr als nur Klima

    Und die Forschung hat gerade erst begonnen. Google zufolge soll NeuralGCM zukünftig weitere Komponenten wie Landflächen und Treibhausgasdaten in sein Kalkül mit einbeziehen.

    Dadurch sollen die Klimaprojektionen noch präziser werden. Daneben soll das Modell noch in anderen Bereichen Anwendung finden.

    Von der Materialforschung über Proteinfaltung bis hin zum multiphysikalischen Ingenieurwesen erwartet man sich neue Erkenntnisse durch die KI. Die Wissenschaft darf gespannt sein, was sie Neues über Gott und die Welt lernt – und wir gleich mit!

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