WaterCar EV: Von der Strasse direkt ins Wasser

Maia Schmied
Maia Schmied

Wie aus einem James-Bond-Film: Das WaterCar EV verwandelt sich auf Knopfdruck vom Elektroauto zum Motorboot. Doch dieser Luxus hat seinen Preis.

WaterCar
Per Knopfdruck klappen die Räder hydraulisch ein, und das Elektroauto verwandelt sich in wenigen Sekunden in ein vollwertiges Sportboot. - TopGear (Screenshot)

Das kuriose WaterCar EV kombiniert ein Elektrofahrzeug mit einem vollwertigen Aluminiumboot. Die kalifornischen Ingenieure verbauen einen kompakten 48-Volt-Elektroantrieb für das Land sowie leistungsstarke Hydraulikpumpen für die Räder.

WaterCar EV
Schluss mit dem Bootsanhänger: Da das Fahrzeug selbst an Land fährt, gehören lästiges Rangieren mit Trailern und lange Wartezeiten an der Slipanlage der Vergangenheit an. - TopGear (screenshot)

Per einfachem Knopfdruck klappen die vier Räder hydraulisch ein und das Auto verwandelt sich dank patentiertem Mechanismus innerhalb weniger Sekunden in ein Sportboot.

Schwache Leistung an Land, starke Vorstellung auf dem Wasser

An Land enttäuscht das futuristische Fahrzeug mit einer bescheidenen Spitzengeschwindigkeit von lediglich 40 Kilometern pro Stunde. Damit erfüllt das Modell nur die strengen Kriterien eines Low Speed Vehicle und ist auf Autobahnen sowie Schnellstrassen aussen vor.

Auf dem offenen Wasser hingegen leistet der verbaute Aussenbordmotor beeindruckende 115 Pferdestärken für schnelle Fahrten. Der agile «Ausflugsdampfer» erreicht dadurch erstaunliche Geschwindigkeiten von mehr als 50 Kilometern pro Stunde.

WarterCar
Zulassung als E-Fahrzeug: In den USA besitzt der Allrounder eine offizielle Strassenzulassung als Low Speed Vehicle für den Nahverkehr. - TopGear (Screenshot)

Natürlich bieten klassische Sportboote bieten aufgrund des deutlich geringeren Gesamtgewichts eine überlegene Leistung. Dafür sorgt die eingebaute Hydraulik beim schnellen Übergang vom steinigen Ufer ins Wasser garantiert für staunende Blicke.

Hohe Anschaffungskosten im harten Marktvergleich

Der saftige Einstiegspreis von rund 140'000 US-Dollar macht das Amphibienfahrzeug zu einem teuren Spassgefährt. Trotz dieser extrem hohen Anschaffungskosten erobert das WaterCar EV eine exklusive Nische für wohlhabende Technikbegeisterte.

WaterCar EV
Unsinkbarer Rumpf: Die Karosserie besteht aus vollverschweisstem Marine-Aluminium mit einer Spezial-Schaumfüllung, was das Amphibienfahrzeug praktisch unsinkbar macht. - TopGear (screenshot)

Der solide geschweisste Aluminiumrumpf garantiert eine exzellente Robustheit sowie vollständige Unsinkbarkeit auf dem tiefen Gewässer. In der Schweiz erfordert die Zulassung als Wasserfahrzeug und Strassenfahrzeug ürbigens zwingend zwei voneinander getrennte Prüfungen.

WaterCar EV
Ein Lenkrad für zwei Welten: Über die elektronische Servolenkung steuert der Fahrer an Land die Vorderräder und auf dem Wasser direkt die Richtung des Aussenborders. - TopGear

Nicht zuletzt dieser erhebliche bürokratische Mehraufwand wird dafür sorgen, dass man das WaterCar EV im Schweizer Alpenland wohl nie zu Gesicht bekommen wird. Trotzdem zeigt dieses kuriose Gefährt: Die Kombination von Boot und Auto begeistert findige Ingenieure auch heute noch.

Kommentare

User #1588 (nicht angemeldet)

Als Amphibienfahrzeug auf Schweizer Gewässern: Nein Das Bundesamt für Verkehr (BAV) schreibt ausdrücklich, dass amphibische Fahrzeuge in der Schweiz nicht zugelassen werden dürfen. Grundlage ist Art. 96 Abs. 2 der Binnenschifffahrtsverordnung (BSV). Das gilt auch dann, wenn das Fahrzeug als Sportboot bezeichnet wird und eine Konformitätserklärung besitzt.

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