Namens-Pannen: Peinliche Patzer der Autobauer
Manche Autos glänzen durch Technik, andere durch unfreiwillig komische Namen. Entdecken Sie die kuriosesten Fehltritte, die weltweit für Gelächter sorgten.

Manchmal greifen die Marketingabteilungen der Autobauer beim Branding ordentlich ins Leere. Einige Modellnamen lehren uns, dass zweideutige Begriffe sogar technische Innovationen überschatten können.
Ein falsch gewählter Name beschädigt das Image eines Fahrzeugs nachhaltig. Denn wer möchte schon ein Fahrzeug lenken, dessen Bezeichnung eine Beleidigung darstellt?
Linguistische Fallen im Gelände
Der Mitsubishi Pajero gilt als Legende für anspruchsvolle Fahrten im Gelände. In spanischsprachigen Ländern löst der Name jedoch eher Schamesröte aus.
Dort bedeutet der Begriff umgangssprachlich so viel wie «Wichser» oder «Selbstbefriediger». Daher verkauft der Hersteller den Geländewagen in diesen Regionen unter dem Namen Montero.

Solche linguistischen Fettnäpfchen kosten die Konzerne oft Millionen für nachträgliche Anpassungen. Eine gründliche Prüfung der lokalen Märkte bleibt vor dem Marktstart daher unerlässlich.
Französischer Humor und technisches Pech
Der Toyota MR2 klang in Frankreich für viele Ohren wie eine Zumutung. Wenn man die Buchstaben schnell hintereinander ausspricht, ähnelt das Resultat dem Wort «merde».
Das französische Wort für Exkremente passte natürlich überhaupt nicht zum sportlichen Image. Der Chevrolet Nova stand hingegen im spanischen Sprachraum im Fokus. Lange hiess es, der Wagen verkaufte sich in Lateinamerika schlecht, weil «No va» auf Spanisch «geht nicht» bedeutet.

Tatsächlich war der Nova in Mexiko und Venezuela jedoch ein Verkaufsschlager und übertraf die Erwartungen deutlich. Spanischsprecher unterscheiden instinktiv zwischen «Nova» (Sternenereignis) und «no va» (fährt nicht) – ähnlich wie «Fahrstrom» und «fahr Strom».
Moderne Stromer im Kreuzfeuer
Sogar moderne Elektroautos sind vor peinlichen Bezeichnungen nicht sicher. Audi taufte seine Stromer-Reihe «e-tron», was im Französischen erneut unschöne Assoziationen weckt.

Der Begriff beschreibt dort einen Haufen Kot oder eine entsprechende Hinterlassenschaft. Trotz technischer Brillanz haften solche Wortspiele hartnäckig an der gesamten Marke.

Der Hyundai Kona sorgte in Portugal für amüsierte Gesichter. Dort erinnert der Name an ein vulgäres Wort für das weibliche Geschlechtsorgan.
Wenn Kleinwagen für Spott sorgen
Mazda brachte mit dem «Laputa» ein Modell auf den Markt, das in Spanien für Wirbel sorgte. Übersetzt bedeutet «la puta» schlichtweg «die Prostituierte» oder «die Hure».

Für einen Kleinwagen ist dies sicherlich keine besonders werbewirksame Botschaft. Nissan versuchte es mit dem Modell «Moco», was im Spanischen für «Popel» steht.

Diese Beispiele zeigen, wie wichtig eine globale Perspektive bei der Namensfindung ist. Ohne kulturelle Sensibilität wird die schönste Karosserie schnell zum Gespött der Leute.







