Deutsches Skisprung-Team hakt Gesamtsieg bei Tournee ab - «Weit weg»

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    Nach gerade mal zwei Springen liegen die deutschen Adler um Andreas Wellinger weit zurück im Kampf um den Tournee-Gesamtsieg – und haken den Titel vorzeitig ab.

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    Andreas Wellinger fliegt durch die Luft. - Angelika Warmuth/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das deutsche Skisprung-Team gibt sich bei der Vierschanzentournee geschlagen.
    • Bundestrainer Stefan Horngacher glaubt nicht mehr an den Gesamtsieg einer seiner Athleten.

    Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher hat den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee vorzeitig abgehakt. «Wir sind weit weg vom Tournee-Sieg. Um den Gesamtsieg brauchen wir uns keine grossen Gedanken mehr zu machen. Wir müssen schauen, dass wir den Bergisel in den Griff kriegen», sagte Horngacher am Montagmorgen in Garmisch-Partenkirchen.

    Das nächste Springen findet in Innsbruck auf der Bergisel-Schanze statt.

    Andreas Wellinger (8.) und Karl Geiger (11.) waren an Neujahr deutlich hinter der Elite um den norwegischen Tournee-Führenden Halvor Egner Granerud gelandet. Im Gesamtranking ist Karl Geiger Fünfter und Andreas Wellinger Sechster.

    Der Rückstand auf Granerud beträgt über 30 Meter, selbst das Gesamtpodest ist schon etwa zehn Meter entfernt. «Mit dem Gesamtsieg wird’s ziemlich sicher nix. Es kommen ja noch ein paar Stationen und auch noch eine WM. Man darf nicht immer alle Nerven über Bord schmeissen», sagte der 29 Jahre alte Geiger.

    Er selbst sei im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren bei dieser Tournee «am weitesten weg». Am Mittwoch (13.30 Uhr/ARD und Eurosport) steigt das dritte Springen in Innsbruck.

    Chefcoach Horngacher ist mit der Zwischenbilanz trotzdem «zufrieden», wie er betonte. «Wir haben die Situation, dass zwei, drei Athleten vor dem Rest der Welt sind. Es geht nicht nur uns so, dass wir die jagen», sagte Horngacher. Er bezog sich neben Granerud auch auf den Slowenen Anze Lanisek und den Polen Dawid Kubacki.

    Man könne nicht von einer negativen Bilanz sprechen, sondern «von einer positiven Bilanz», sagte Horngacher. Der letzte deutsche Gesamtsieg datiert aus dem Winter 2001/02. Damals gewann Sven Hannawald.

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