Skispringer feiern Sieg in Lahti - «Voll auf Attacke»

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    Finnland,

    Zur Halbzeit des Teamwettkampfs in Lahti liegen die deutschen Skispringer auf Sieg-Kurs. Dann patzt einer von ihnen, und Slowenien zieht vorbei. Am Ende jubelt das Team des Deutschen Skiverbands trotzdem ganz oben auf dem Podium. Vor allem einer ist erleichtert.

    Die deutschen Skispringer um Karl Geiger setzten sich in Finnland durch. Foto: Markku Ulander/Lehtikuva/dpa
    Die deutschen Skispringer um Karl Geiger setzten sich in Finnland durch. Foto: Markku Ulander/Lehtikuva/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die deutschen Skispringer fielen sich jubelnd in die Arme, Bundestrainer Stefan Horngacher musste nach dem Herzschlagfinale erst einmal kräftig durchpusten: Constantin Schmid, Pius Paschke, Stephan Leyhe und Karl Geiger haben den packenden Teamwettkampf im finnischen Lahti gewonnen.

    Angeführt vom Gesamtweltcupzweiten Geiger, der 128 und bei schwierigen Bedingungen 121 Meter weit sprang, setzte sich das deutsche Quartett am Samstag vor Slowenien und Österreich durch. Die DSV-Adler feierten den zweiten Sieg im vierten Team-Weltcup der Saison und stellten erneut ihre starke Form der vergangenen Wochen unter Beweis.

    «So haben wir uns das Ende vorgestellt: ganz oben», sagte Leyhe und ergänzte mit einem Lachen: «Vor den Österreichern!» Durch den Erfolg holten die in der Nationenwertung zweitplatzierten Deutschen Punkte auf das führende Team aus dem Nachbarland auf. Der Rückstand beträgt nun nur noch 179 Zähler.

    «Wir sind richtig froh, dass wir das Ding gewonnen haben heute», sagte Horngacher in der ARD und sprach von einer «Zitterpartie». Bereits nach dem ersten Durchgang hatte Deutschland vorne gelegen, doch Startspringer Schmid patzte und liess Slowenien zu Beginn der zweiten Wettkampfhälfte vorbeiziehen. Seine Mannschaft schaffte aber noch einmal die Wende.

    «Zum Glück habe ich tolle Teamkollegen, die ihren Stiefel machen und das ganze noch ausgleichen können», sagte der sichtlich erleichterte 20 Jahre alte Schmid. Er hatte seinem ersten Sprung auf 127,5 Meter nur 112 Meter folgen lassen.

    Paschke (121 und 122 Meter), der den formschwachen Markus Eisenbichler ersetzte, und Leyhe, der 127 und 125 Meter weit sprang, bereiteten den Weg für das grosse Finale: Vor dem letzten Springer jedes Teams führte Slowenien gerade einmal mit umgerechnet knapp 40 Zentimetern vor Deutschland.

    «Ich bin voll auf Attacke gegangen und habe gedacht: Alles oder nichts», beschrieb Geiger die Herangehensweise an seinen letzten Sprung. Der Plan ging auf: Am Ende siegte Deutschland mit einem Vorsprung von 1,27 Metern. «Das ist ein toller Erfolg für die Mannschaft», sagte Horngacher, der sich bereits am Vortag über Geigers zweiten Platz im Einzel freuen konnte.

    Am Sonntag findet für die Springer der dritte Wettkampf innerhalb von drei Tagen statt - ab 15.30 Uhr (ARD und Eurosport) steht dann wieder ein Einzel auf dem Programm.

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