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Appenzell: Snowboard-Olympiasieger neu im Verwaltungsrat

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Herisau,

Appenzellerland Sport holt an der Generalversammlung den Snowboard-Olympiasieger und Weltcupsieger Nevin Galmarini ins Boot.

Nevin Galmarini
Nevin Galmarini stellt sich an der Versammlung vor. - pd

«Ich habe weiterhin ein grosses Herz für den Sport und freue mich, nun die eine oder andere Erfahrung einbringen zu können.» So stellte sich Nevin Galmarini kürzlich an der 20. Generalversammlung von Appenzellerland Sport vor.

Der Snowboard-Olympiasieger im Parallelslalom 2018 und Weltcupsieger 2018 gehörte seit 2024 schon dem Beirat von Appenzellerland Sport an. Nun wechselt er als Nachfolger von Hans Höhener in den Verwaltungsrat der Organisation. Er wurde einstimmig gewählt.

Galmarini ist in Herisau aufgewachsen, absolvierte dann das Hochalpine Institut in Ftan im Engadin. 2022 beendete er seine Karriere.

Nevin Galmarini
Nevin Galmarini wurde 2018 Snowboard-Olympiasieger im Parallelslalom. - keystone

Nun ist der 39-jährige Fachbereichsleiter Sportmanagement an der Fernfachhochschule, Leiter des Sport Desk der Berner Kantonalbank und im Kanton Solothurn zu Hause.

«Dies ist aber dank der heutigen Technik kein Hindernis mehr für einen guten Austausch», meinte Patrick Kessler, Präsident von Appenzellerland Sport.

«Funkeln in deinen Augen»

«Wir verabschieden nicht nur einen Menschen, sondern eine Ära», sagte Kessler über seinen Vorgänger, den Gründer Höhener. «Du warst Sportler, Macher, Visionär. Visionen bleiben aber – im Gebäude, in der Haltung, in den Menschen.»

Stellvertretend für eine enorm grosse Zahl von Athleten und Athletinnen, die bei Appenzellerland Sport gross geworden sind, richtete der U23-Zehnkampf-Europameister Andrin Huber einen eindrücklichen Dank an Höhener.

Nevin Galmarini
Nevin Galmarini wurde bei Appenzellerland Sport in den Verwaltungsrat gewählt. - keystone

«Wir stehen auf dem Fundament, das du geschaffen hast. Du hattest den Mut, den Weg zu verfolgen. Und jetzt reden wir bei Appenzellerland Sport von Weltrekorden und Weltmeistern. Stillstand war nie ein Thema. Das Schönste aus Athletensicht: die Begeisterung und das Funkeln in deinen Augen an Wettkämpfen.»

In einer Videobotschaft würdigte auch der ehemalige Bundesrat Adolf Ogi Höheners Verdienste. Er hinterlasse deutliche Spuren in der Sportlandschaft, habe beispielhafte Projekte aufgegleist und gegen Widerstände angekämpft.

Höhener erhielt zum Abschied stehende Ovationen, Präsente und ein Schild «Hans-Höhener-Platz 1». Dieses soll aufgehängt werden, wenn die Erweiterungsarbeiten in der Geschäftsstelle abgeschlossen sind.

Zusätzliche Partnerschule

Über 60 Personen hatten sich für die GV in der Aula des Sekundarschulhauses eingefunden. Nebst den Aktionären waren zahlreiche Gäste anwesend, darunter die Ausserrhoder Regierungsrätin Susann Metzger und die Regierende Innerrhoder Frau Landammann Angela Koller.

Erstmals in der Geschichte von Appenzellerland Sport hat 2025 der Umsatz die Marke von 1,5 Millionen Franken übertroffen. Es resultierte ein Überschuss von rund 29 000 Franken.

«Unsere Rendite misst sich nicht in Prozenten, sondern in Persönlichkeiten», meinte Kessler. Sowohl er als auch Höhener dankten allen Personen, Organisationen und Firmen, die Appenzellerland Sport seit Jahren unterstützen.

Machst du viel Sport?

Für das Schuljahr 2026/27 wird eine neue Höchstzahl von Sportschülerinnen und Sportschülern erwartet, voraussichtlich 91 gegenüber aktuell 88. Das Ziel bleibe, die beste Sportschule der Schweiz zu werden, meinte Geschäftsführer Timo Koller.

«Einige sagen, wir sind es schon.» Es soll nebst Herisau, Trogen und Teufen in Appenzell ein weiterer Standort einer Partnerschule aufgebaut werden. Gespräche würden laufen.

Beispiele für Sportgeschichte

Appenzellerland Sport liefere unterdessen Beispiele für Sportgeschichte, sagte René Wyler, der Leiter des Sportleistungszentrums. Er nannte die Leichtathleten Simon Ehammer, Andrin Huber, die Skifahrerin Stefanie Grob oder die Golferin Chiara Tamburlini.

«Wir freuen uns aber nicht nur über die Top-Ergebnisse, sondern auch über kleine Fortschritte: Persönliche Bestleistungen werden bei uns im Training immer beklatscht», so Wyler.

Der Ursprung der Erfolge liege in einem hervorragenden Trainerteam, das in diversen Bereichen hohes Fachwissen aufweise, aber auch über eine hohe Sozialkompetenz verfüge.

Hinweis

Dieser Artikel ist zuerst in den «Herisauer Nachrichten» erschienen.

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