Neun Grenzwächter für Olympia qualifiziert

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    Bern,

    Das macht dem Grenzwachtkorps so schnell kein Betrieb nach: gleich neun Mitarbeiter reisen nach Pyeongchang an die Olympischen Winterspiele. Das hat seine Gründe.

    Am Zoll vor den langen Armen des Gesetzes davonzurennen ist so oder so nicht die beste Idee. Schon gar nicht, wenn man dann von topfitten Spitzenathleten verfolgt wird.

    Und schiessen können sie dann auch noch: Die bekanntesten olympiawürdigen Grenzwächter dürften die drei Gasparin-Schwestern Selina, Elisa und Aita sein, die alle im Biathlon an den Start gehen. Auch Irene Cadurisch, Martin Jäger und Serafin Wiestner sind gleichzeitig Biathleten und Grenzwächter.

    Das kommt nicht von ungefähr, erläutert Matthias Simmen vom Grenzwacht-Kommando gegenüber Nau: Schon seit 1952 sei die Eidgenössische Zollverwaltung EZV Förderin des Leistungsports.

    «Die EZV bietet damit ein in der Schweiz einzigartiges Modell, Spitzensport und Beruf zu vereinbaren», sagt Matthias Simmen. So werde den Athleten auch eine berufliche Perspektive nach der Karriere als Spitzensportler geboten.

    Die Gasparin-Schwestern Selina, Elisa und Aita (von links) sind schnell und zielsicher.
    Die Gasparin-Schwestern Selina, Elisa und Aita (von links) sind schnell und zielsicher. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Grenzwachtkorps schickt gleich neun seiner Mitarbeiter an die Olympischen Winterspiele.
    • Dies profitieren von einem gezielten Förderprogramm.

    Spitzensportförderung der Eidgenössischen Zollverwaltung

    Drei weitere Grenzwächter sind im Langlauf von Swiss Olympic selektioniert worden: Erwan Käser, Lydia Hiernickel und Ueli Schnider. Damit stellt das Grenzwachtkorps einen vollen Drittel der Schweizer Ski-Nordisch-Delegation.

    Spitzensport und Beruf

    Ursprünglich habe man vor allem skibegeisterte Grenzwächter auf die jährlichen internationalen Zollskiwettkämpfe vorbereiten wollen. Mittlerweile betreibe man aber eine zielorientierte Spitzensportförderung. Seit 2011 auch integriert in das Gesamtkonzept des Bundes.

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