Belinda Bencic

    Belinda Bencic und der Fluch von Wimbledon

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Belinda Bencic liebt Wimbledon. Doch nach dem Fehltritt im Final in Berlin könnte das Turnier in London auch dieses Jahr unter einem schlechten Stern stehen.

    Belinda Bencic Wimbledon
    Belinda Bencic scheidet in Wimbledon in der dritten Runde aus. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Belinda Bencic spielt gerne in Wimbledon.
    • Doch ihre gute Beziehung zum Turnier beruht nicht auf Gegenseitigkeit.

    Vielleicht hatte Belinda Bencic am Ende noch Glück im Unglück. Untersuchungen nach dem unglücklichen Ausrutscher in Berlin ergaben keine gravierenden Verletzungen im linken Knöchel. Er ist nicht gebrochen, keine Bänder sind gerissen.

    Dennoch wird es ein Wettlauf gegen die Zeit, um bis am kommenden Montag oder Dienstag wieder fit zu werden. Und um Vertrauen in die Bewegungen und die Belastbarkeit des Fusses zu fassen.

    Es wäre ein Jammer, denn eigentlich bringt Belinda Bencic alles mit, um auf Rasen eine Überfliegerin zu sein. Das beweist ihr Juniorensieg in Wimbledon 2013. Ihr erstes WTA-Turnier gewann sie zwei Jahre später in Eastbourne ebenfalls auf grüner Unterlage. Dazu kommen mittlerweile drei weitere WTA-Finals auf Rasen.

    Sorgt Belinda Bencic dieses Jahr für eine Überraschung in Wimbledon?

    Und dennoch gab es in Wimbledon schon viele Dramen, aber keine echten Erfolge. 2016 musste sie wegen einer Verletzung am Handgelenk unter Tränen aufgeben.

    Im letzten Jahr stand sie als haushohe Favoritin in der 1. Runde gegen die Weltnummer 102 Kaja Juvan völlig neben den Schuhen. Zwei Achtelfinals sind die bisher magere Ausbeute.

    Belinda Bencic
    Im letzten Jahr ist Bencic überraschend schon in Runde 1 an der damaligen Weltnummer 102 Kaja Juvan gescheitert. - Keystone

    Das müsste es gemäss Setzliste – Belinda Bencic ist die Nummer 14 – auch in diesem Jahr mindestens werden. Wenn denn der Fuss hält. Im völlig unberechenbaren Frauentennis wäre ein Exploit der Olympiasiegerin eigentlich überfällig.

    Nicht nur Belinda Bencic in Wimbledon

    Das Palmarès von Viktorija Golubic (WTA 51) in Wimbledon liest sich erstaunlicherweise erfreulicher. 3. Runde vor zwei Jahren, sogar der Viertelfinal vor zwölf Monaten, bei keinem Grand-Slam-Turnier agierte die Zürcherin erfolgreicher. Mit dem kürzlichen Halbfinal in Nottingham deutete sie an, dass sie auch heuer für eine Überraschung gut sein könnte.

    Viktorija Golubic
    Die Schweizerin Viktorija Golubic im Einsatz in Wimbledon. - Keystone

    Jil Teichmanns auf Topspin und Winkelzügen aufgebautes Spiel ist hingegen eher weniger rasen-tauglich. Aauch wenn sie mit ihrem starken Aufschlag durchaus konkurrenzfähig sein könnte. Sie hat in Wimbledon noch nie eine Partie gewonnen. Sie darf aber als Nummer 18 der Setzliste immerhin auf eine günstige Auslosung hoffen.

    Zwei der Schweizerinnen bekommen das Fehlen von WTA-Punkten in diesem Jahr besonders zu spüren. Bencic verpasst so die Chance, einen grossen Sprung zurück in die Top Ten zu machen. Golubic kann ihre Punkte nicht ersetzen und fällt wohl sogar aus den Top 100. Immerhin: Bei Turnieren ohne Ranking-Punkte (Olympia, Billie Jean King Cup) trat Bencic sehr oft überzeugend auf.

    Ohne Federer in Wimbledon

    Im Schatten der Frauen stehen die Schweizer Männer. Roger Federer fehlt erstmals seit 24 Jahren (2020 fiel das Turnier wegen Corona aus).

    Wimbledon Bencic Federer
    Wimbledon-Sieger 2017: Roger Federer - Imago

    Stan Wawrinka (ATP 265) ist dank einer Wildcard dabei. Sogar vor seiner langen Verletzungspause schaffte er es im Südwesten Londons aber nie über die Viertelfinals hinaus. Auch Henri Laaksonen (ATP 95) fühlt sich auf Sand wesentlich wohler als auf Rasen.

    Erfreulich ist die Entwicklung der weiteren Davis-Cup-Spieler in diesem Jahr. Marc-Andrea Hüsler (ATP 104) und Alexander Ritschard (ATP 192) schafften über die Qualifikation erstmals den Einzug ins Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers.

    Damit stehen trotz des Fehlens von Roger Federer mit Stan Wawrinka und Henri Laaksonen vier Schweizer im Haupttableau von Wimbledon.

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