House of Switzerland in Pyeongchang eröffnet

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    Südkorea,

    Die offizielle Schweiz hat heute an den Olympischen Winterspielen das «House of Switzerland» eröffnet. Hier treffen sich Koreaner, mitgereiste Fans, Bundesräte und (hoffentlich) Schweizer Medaillengewinner. Und zementieren Schweizer Klischees.

    Viel Holz, aber nachhaltig: Die gleiche Konstruktion stand auch schon im heissen Rio.
    Viel Holz, aber nachhaltig: Die gleiche Konstruktion stand auch schon im heissen Rio. - © EDA/Präsenz Schweiz

    Aber damit nicht genug der Klischees: Im «attraktiven Aussenbereich» gibt es eine Après-Ski-Bar und einen Schweizer Markt aus sechs traditionellen Chalets. Dort wird Werbung gemacht für «die touristische, kulinarische und innovative Schweiz».

    Heidi? Heidi!

    Ja, auch das Heidi macht Werbung für die Schweiz. Aber für Schweizer Begriffe kaum erkennbar, denn es wurde «einkoreanert» und sieht jetzt aus wie eine Mischung aus Lucy von den Peanuts und Hello Kitty.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das House of Switzerland an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ist eröffnet.
    • Kulinarisch und optisch werden die gängigen Klischees über die Schweiz bedient.
    • Präsenz Schweiz, die Marketingorganisation des Bundes, erwartet 100'000 Besucher, unter anderem zwei Bundesräte.

    Raclette, Fondue, Trockenfleisch, Rösti und Schweizer Wein werden den Gästen des Schweizerhauses in Pyeongchang angeboten, teilt heute Präsenz Schweiz, die dem EDA angegliederte Marketing-Organisation. Heisse Schoggi auch, erfährt der geneigte Koreaner im Werbevideo.

    Heidi, wie sie sich wohl nur Asiaten vorstellen können: kurzärmlig im Schnee und im Manga-Stil.
    Heidi, wie sie sich wohl nur Asiaten vorstellen können: kurzärmlig im Schnee und im Manga-Stil. - houseofswitzerland.org

    Immerhin: Die Schweizerhäuser an Olympischen Spielen sind jeweils sehr beliebt und erfolgreich. So werden auch heuer wieder 100'000 Besucher erwartet. Und die Holzkonstruktion ist wiederverwendbar – sie war bereits in Rio im Einsatz. Das Landesmarketing kommt unter anderem deshalb vergleichsweise günstig zu stehen: 3,3 Millionen Franken, wovon ein Drittel von Privaten finanziert wird.

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    So wirbt die Schweiz um die koreanische Aufmerksamkeit in Pyeongchang. 스위스 먹을 거리 bedeutet offenbar «Schweizer Essen». - © EDA/Präsenz Schweiz

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