Stefan Bradl will «Türöffner» für Motorrad-Talente sein

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    Portugal,

    Der ehemalige Motorrad-Weltmeister Stefan Bradl sorgt sich um den deutschen Nachwuchs in seiner Sportart und will künftig selbst nach Talenten Ausschau halten.

    Sorgt sich um den deutschen Motorrad-Nachwuchs: Stefan Bradl. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
    Sorgt sich um den deutschen Motorrad-Nachwuchs: Stefan Bradl. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bradl ist seit 2018 Testfahrer bei Honda und - mit Ausnahme von 2017 - seit 2012 der einzige Deutsche, der permanent Grand-Prix-Rennen in der Königsklasse MotoGP bestreitet.

    «Es ist schade, dass derzeit keine neuen aufstrebenden Fahrer da sind», sagte der 30 Jahre alte Zahlinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe vor dem Saisonfinale in der Motorrad-WM beim Grossen Preis von Portugal in Portimão. «Die Situation hat sich leider schon länger abgezeichnet», fügte er an.

    Bradl ist seit 2018 Testfahrer bei Honda und - mit Ausnahme von 2017 - seit 2012 der einzige Deutsche, der permanent Grand-Prix-Rennen in der Königsklasse MotoGP bestreitet. In diesem Jahr übernahm er die Maschine von Weltmeister Marc Marquez, nachdem sich der Spanier beim Auftakt verletzt hatte und die gesamte Saison ausfiel. Ein achter Platz beim Regenrennen in Le Mans (Frankreich) war das bisher beste Ergebnis in dieser Saison.

    Der Moto-2-Weltmeister von 2011 nannte zwei Gründe für die fehlenden Nachwuchshoffnungen. «Es gibt einerseits nicht genügend Fahrer, die bereit sind, den Weg nach oben zu gehen. Aber sicherlich ist die finanzielle Förderung aus deutscher Sicht auch verzagt», sagte der Sohn des früheren Motorrad-WM-Zweiten Helmut Bradl. Von dessen Kontakten habe er profitiert. «Ohne dieses Umfeld hätte ich es nicht in die Weltspitze geschafft», gab er zu.

    In ähnlicher Weise will Bradl Junior sich nun auch bei der Talentsuche engagieren. «Ich würde gerne anderen helfen, für sie eine Art Türöffner zu sein - wenn meine Zeit es zulässt», sagte er. Und weiter: «Ich würde mich zukünftig gerne mehr in der Nachwuchssuche einbringen, mein Wissen teilen.» Dabei will er auch Vorbild für andere sein. «Ich glaube, es ist wichtig, so einen wie mich zu haben, der weiss, wie hoch das Level ist, der aber auch weiss, was es braucht, um nach oben zu kommen», erklärte der 30-Jährige.

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