YB - Luzern: Wucherpreise für Tickets im Internet

Simon Binz
Simon Binz, Christof Vuille

Bern,

Am Samstag kann YB gegen Luzern mit einem Sieg zu Hause das grösste Berner Fussball Ereignis seit 32 Jahren verwirklichen. Kein Wunder wollen sich viele Fans dieses historische Spiel nicht entgehen lassen. Wer sich noch kein Ticket ergattert hat, muss jedoch tief in die Tasche greifen.

Der User Bruno19511993 hat noch drei Tickets für das Spiel vom Samstag zwischen YB und Luzern übrig und verkauft diese für je 220 Franken.
Der User Bruno19511993 hat noch drei Tickets für das Spiel vom Samstag zwischen YB und Luzern übrig und verkauft diese für je 220 Franken. - Screenshot/Ricardo

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Samstag hat YB zu Hause die Möglichkeit Meister zu werden.
  • Das Spiel gegen den FC Luzern ist ausverkauft, im Netz werden Wucherpreise für Tickets verlangt.
  • YB warnt seine Fans vor dem Kauf auf dem Graumarkt. Ein Public Viewing ist nicht vorgesehen.

Die Zuschauerplätze im Stade de Suisse sind limitiert. «Nur» 31'000 Menschen können bei dem möglichen Meisterspiel am Samstag gegen Luzern live mit dabei sein. Eine Situation, die Billet-Verkäufer im Internet schamlos ausnützen.

165 Franken zahlt man auf Ricardo derzeit für ein Stehplatz-Ticket; gar 220 Franken für einen Platz auf dem Balkon im Sektor D. Im Vergleich zum üblichen Preis von 36 Franken ein absoluter Wucher.

Trotz Viagogo-Abzocke: Kein offizielles Public Viewing

Besonders dreist verhält sich der Tickethändler Viagogo. Die Preise sind ohnehin bereits immens. Doch erst nach Angabe aller persönlichen Daten wird dem Fan klar, dass er pro Ticket noch über 50 Franken Buchungsgebühren bezahlen muss. Ganz grundsätzlich rät YB deshalb davon aus, ausserhalb der offiziellen Vorverkaufskanäle Tickets zu erwerben. Sprecher Albert Staudenmann zu Nau: «Wir können in keiner Art und Weise garantieren, dass diese auch zum Einlass ins Stadion berechtigen.»

Bei Viagogo erwarten geneigte YB-Fans horrende Buchungsgebühren.
Bei Viagogo erwarten geneigte YB-Fans horrende Buchungsgebühren. - Nau

Ein offizielles Public VIewing für jene Supporter, die zu spät für Ttickets schauten, ist indes nicht vorgesehen. «Wir gehen in Anbetracht der riesigen YB-Euphorie davon aus, dass das Spiel vom Samstag an zahlreichen öffentlichen Orten in der Stadt Bern gezeigt wird», begründet Staudenmann.

Berner Fans sprechen von einer «Frechheit»

Aber nicht nur das mögliche Meisterspiel lässt die Herzen der Internet-Profiteure höher schlagen, auch mit dem kommenden Cupfinal zwischen YB und dem FCZ lässt sich Geld machen. Der Preis für zwei Balkonplätze zum Beispiel liegt nach über 130 Geboten bereits bei 696 Franken. Dabei ist zu erwähnen, dass diese Tickets von Abo-Besitzern verkauft werden, denn bisher konnte niemand sonst Plätze für den Cupfinal erwerben.

Auch beim Cupfinal zwischen dem FCZ und YB wird bereits Preiswucher betrieben – auf Ricardo wurde der Preis zweier Tickets bereits auf 700 Franken raufgetrieben.
Auch beim Cupfinal zwischen dem FCZ und YB wird bereits Preiswucher betrieben – auf Ricardo wurde der Preis zweier Tickets bereits auf 700 Franken raufgetrieben. - Screenshot/Ricardo

Die Fans ärgern sich über diesen Preiswucher. «Ich würde das nie bezahlen und finde es eine Frechheit», so ein junger Mann gegenüber «Tele Bärn». Ein langjähriger Fan kann es nicht verstehen, dass sogar Abo-Besitzer erworbene Tickets so teuer weiterverkaufen. Eine ältere Frau nennt das Problem beim Namen: «Das ist nicht in Ordnung, aber es lässt sich halt nicht verhindern.»

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