Frauen-Futsal: Historischer Moment für die Schweiz in Clairefontaine
Die Schweizer Frauen-Futsal-Nati hat erstmals ein Länderspiel bestritten: Am Wochenende trat das neu formierte Team gegen Frankreich an.

Das Wichtigste in Kürze
- Erstmals bestreitet eine Schweizer Frauen-Futsal-Nati ein Länderspiel.
- In Clairefontaine traf die neu formierte Frauen-Nati auf Frankreich.
- Beim internationalen Debüt verliert die Schweiz mit 1:11.
In der Sporthalle Michel Muffat-Joly im Nationalen Fussballzentrum von Clairefontaine wurde ein neues Kapitel in der Geschichte des Schweizer Futsals geschrieben. Nur wenige Schritte vom berühmten Schloss entfernt machte das Frauen-Team gegen Frankreich seine ersten Schritte auf der internationalen Bühne.
An der Spitze dieser neuen Nationalmannschaft begleitet Fabio Santona den Aufbau eines Teams, das gemeinsam die Anforderungen des internationalen Futsals entdeckt. Diese erste Begegnung ist ein wichtiger Schritt, um sich zu orientieren und die Grundlagen für die Zukunft zu legen.
„Das Schweizer Trikot bei diesem ersten Spiel zu tragen, erfüllt mich mit grossem Stolz. Wir stehen am Anfang eines Abenteuers: Wir wollen ein geeinigtes Team aufbauen, gemeinsam Fortschritte machen und andere Spielerinnen dazu motivieren, den Futsal zu entdecken“, so der Cheftrainer dieses Teams.

Zu den bekannten Gesichtern dieses Teams gehören Cinzia Zehnder und Malin Gut. Beide haben bereits das Trikot des Schweizer Teams im Elf-gegen-Elf-Fussball getragen. Nun kehren sie in einer anderen Disziplin auf die internationale Bühne zurück, wo es gilt, neue gemeinsame Bezugspunkte zu schaffen. Da sie auch beim Futsal-Verein Jester 04 Baden aktiv sind, verbinden sie ihre Erfahrung im Spitzenfussball mit ihrem Wissen über das Hallenspiel.
Ihr Werdegang verdeutlicht die möglichen Brücken zwischen dem Elf-gegen-Elf-Fussball und dem Futsal. Mit seinen begrenzten Spielflächen, schnellen Entscheidungen und technischen Anforderungen stellt Futsal eine ganz eigene sportliche Herausforderung dar. Er kann auch einen alternativen Weg für eine Wettkampfkarriere bieten, nun mit der Möglichkeit, die Schweiz auf internationaler Ebene zu vertreten.

Alexandre Rappaz, Futsal-Verantwortlicher beim SFV, zeigt sich zufrieden: „Dieses neu gegründete Team ist eine Belohnung für das Engagement und die Arbeit jeder einzelnen Spielerin. Sie spielen seit mehreren Jahren in der Swiss Futsal Women’s Premier League und haben in der Vergangenheit ihre ganze Leidenschaft für den Futsal unter Beweis gestellt. Für eine Nationalmannschaft, die gerade erst an den Start geht, ist das Niveau des Teams sehr ermutigend. Diese Auswahl eröffnet zudem eine zusätzliche Perspektive: Futsal kann mit seinen eigenen Anforderungen und der Möglichkeit, das Nationaltrikot zu tragen, eine echte Alternative im Werdegang einer Spielerin darstellen.“
Abgesehen vom Ergebnis (1:11-Niederlage) bietet dieses erste Spiel den Schweizerinnen einen Anhaltspunkt, um ihre Entwicklung fortzusetzen. Es verschafft zudem dem Frauenfutsal neue Sichtbarkeit und eröffnet den Spielerinnen, die diesen Sport ausüben, internationale Perspektiven. In Clairefontaine wurde ein erstes Kapitel geschrieben. Die Arbeit wird bei den nächsten Zusammenzügen fortgesetzt.












