Bremen verliert in Düsseldorf und bangt um die Europa League

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Nach dem unglücklichen 2:3 im Pokal-Halbfinale gegen die Bayern hat Werder Bremen auf dem Weg Richtung Europa League einen weiteren Dämpfer hinnehmen müssen. Die hohe Niederlage bei Aufsteiger Düsseldorf wirft das Kohfeldt-Team zurück.

    Düsseldorfs Torschütze Kenan Karaman (r) jubelt mit den Mannschaftskameraden nach dem Treffer zum 2:0 gegen Werder Bremen. Foto: M. Becker
    Düsseldorfs Torschütze Kenan Karaman (r) jubelt mit den Mannschaftskameraden nach dem Treffer zum 2:0 gegen Werder Bremen. Foto: M. Becker - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Werder-Chefcoach Florian Kohfeldt nahm die 1:4 (1:2)-Pleite bei Fortuna Düsseldorf äusserlich völlig gelassen.

    Und er begann seine Analyse mit einer herzlichen Hommage an den Aufsteiger und dessen Trainer-Routinier Friedhelm Funkel.

    «Das ist eine aussergewöhnliche Leistung», sagte der 36-jährige Kohfeldt zu den bislang 40 Punkten der Rheinländer, bei denen der 29 Jahre ältere Funkel nach eigenem Bekunden das «absolut schönste Jahr» erlebt.

    Auch für Kohfeldt, den «Trainer des Jahres», sind es gute Monate - trotz des 1:4, trotz des unglücklichen 2:3 im Halbfinale des DFB-Pokals gegen die Bayern. Dieses Ereignis vom Mittwoch und den nicht gerechtfertigen Elfmeter, der letztlich zum Werder-Aus führte, brachte Kohfeldt im Anschluss an die zweite Rückrunden-Niederlage «klar im Kontext» zum Geschehen im Rheinland.

    «Diese Woche war zu früh und zu viel für uns», kommentierte Kohfeldt die für ihn zusammenhängenden Resultate des Bayern-Spiels und des Auftritts vor 52.500 Zuschauern im ausverkauften Düsseldorfer Stadion. Was Kohfeldt damit andeutete, ist augenscheinlich: Er sieht die Entwicklung seines Teams um Kapitän Max Kruse noch keineswegs als abgeschlossen.

    Und das Kapitel Europa League? Auch noch nicht, obwohl es für Werder nach dem 31. Spieltag bei 46 Punkten bleibt. Mit Mut und der Idee, nach vorn spielen zu können, wollen er und sein Team die schweren Aufgaben gegen Dortmund, bei 1899 Hoffenheim und zum Schluss gegen Leipzig lösen.

    Werder-Geschäftsführer Frank Baumann pflichtete bei, als er sagte, natürlich sei die Niederlage in Düsseldorf ein Rückschlag gewesen. «Es ist dadurch schwerer geworden, aber wir werden uns nicht aufgeben und alles reinwerfen. Wir haben noch neun Punkte zu holen, auch wenn es ein schweres Restprogramm ist. Darum kämpfen wir.»

    In den verbleibenden Partien müssen die Bremer Profis aber auch um etwas kämpfen, was am Rhein fehlte: den Tick Cleverness, der oft einen Unterschied ausmacht. Denn bei der schon zuvor geretteten Fortuna stand es durch den Belgier Benito Raman bereits nach 48 Sekunden 0:1, nach 22 Minuten und Kenan Karamans herrlichem Solo sogar 0:2. «Wir sind nicht gut reingekommen», bemerkte Werder-Profi Nuri Sahin zu dieser Phase, in der seine Kollegen dezent zu schlafen schienen.

    Aber sie kamen zurück. Bei einem Kontakt zwischen Kaan Ayhan und Davy Klaassen kam Bremens Niederländer zu Fall. Nach Videobeweis gab Schiedsrichter Benjamin Cortus Elfmeter, den Werder-Kapitän Max Kruse zum Anschlusstreffer verwandelte (28.). Dann indes wurden die Bremer gnadenlos ausgekontert: Rouwen Hennings (56.) und Markus Suttner mit seinem Liga-Premierentreffer (73.) machten den Samstag zu einem Festtag für die Fortuna und deren Fans.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Martin Pfister F-35
    127 Interaktionen
    Kampfjet-Debakel
    Granit Xhaka
    396 Interaktionen
    Impf-Zoff

    MEHR IN SPORT

    GC
    1 Interaktionen
    Transfers
    HC Davos
    1 Interaktionen
    Nach Penaltys
    EV Zug
    Nach Verlängerung
    SCB
    Zweiter Mutzen-Sieg

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Die Linke
    157 Interaktionen
    Berlin
    VW
    7 Interaktionen
    Wolfsburg
    Paris Brunner DFB Klopp
    10 Interaktionen
    Nicht im Klopp-Kader
    7 Interaktionen
    Spangdahlem