WM-Reform: Europas Verbänden drohen Einnahmeverluste

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    Deutschland,

    Die nationalen europäischen Fussball-Verbände müssen sich nach Ansicht der UEFA auf erheblich geringere Einnahmen einstellen, sollte der Weltverband FIFA seine Pläne für eine WM im Zweijahreszyklus verwirklichen.

    Das Logo der Europäischen Fussball-Union UEFA. Foto: Mike Egerton/PA Wire/dpa
    Das Logo der Europäischen Fussball-Union UEFA. Foto: Mike Egerton/PA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die FIFA will mit ihrem Präsidenten Gianni Infantino, dass künftig alle zwei statt wie bisher alle vier Jahre eine Männer-WM stattfinden soll.

    Laut der Europäischen Fussball-Union könnten sich die Einnahmen innerhalb von vier Jahren um 2,5 bis 3 Milliarden Euro reduzieren. Die UEFA verwies auf eine von ihr beauftragte Studie einer Beratungsfirma, deren Ergebnisse sie am Freitag vorlegte.

    Die FIFA will mit ihrem Präsidenten Gianni Infantino, dass künftig alle zwei statt wie bisher alle vier Jahre eine Männer-WM stattfinden soll. Dagegen haben sich vor allem die UEFA und der südamerikanische Verband CONMEBOL ausgesprochen.

    Folgen bei einer Verkürzung des WM-Rhythmus

    Sie sind unter anderen gegen die Reform, weil sie einen Bedeutungsverlust ihrer eigenen kontinentalen Turniere und eine weitere Belastung für die Profis fürchten. Auch das Internationale Olympische Komitee hatte das FIFA-Vorhaben kritisiert. Infantino argumentiert, dass ein verkürzter Rhythmus den Wettbewerb verschärfen und damit das sportliche Niveau vor allem ausserhalb von Europa anheben würde. Zudem würden mehr Länder die Möglichkeit erhalten, eine WM auszurichten.

    In der vorgelegten Studie ging es vor allem um die wirtschaftlichen Folgen für eine Verkürzung des WM-Rhythmus. Unter anderen müssten die nationalen Verbände mit Einbussen bei den zentralen Einnahmen etwa durch die Medienrechte an den europäischen Qualifikationsspielen der Männer und der Nations League oder durch EM-Ausschüttungen sowie bei einzelnen Posten wie Ticketing und Sponsoring rechnen.

    Unterdessen präsentierte der Weltverband eine Umfrage, die nach FIFA-Angaben ein Interesse von Fans an einem verkürzten WM-Rhythmus belegen soll. So hätten sich knapp ein Drittel von 30 390 Befragten, die Fussball als ihren Lieblingssport nannten, für eine häufigere WM der Männer ausgesprochen. Die Ablehnung war hinter England vor allem in Deutschland besonders hoch, 50 Prozent sprachen sich dagegen aus. Vollständige Informationen zur Methodik sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

    Am Montag kommt es zu einem vom FIFA-Council beschlossenen Fussball-Gipfel. Dabei soll unter anderen über die Reform des internationalen Spielkalenders beraten werden. Eine Abstimmung über eine mögliche WM-Reform ist daher in diesem Jahr kaum noch möglich.

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