Sportler zollen Turn-Star Biles Respekt für Startverzicht

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    Japan,

    Die deutschen Turnerinnen Elisabeth Seitz und Kim Bui haben US-Superstar Simone Biles für deren Verzicht auf das olympischen Mehrkampf-Finale Respekt gezollt.

    Zeigt grossen Respekt für US-Turn-Star Simone Biles, die auf den Start verzichtete: Elisabeth Seitz am Stufenbarren. Foto: Marijan Murat/dpa
    Zeigt grossen Respekt für US-Turn-Star Simone Biles, die auf den Start verzichtete: Elisabeth Seitz am Stufenbarren. Foto: Marijan Murat/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Da könne sich jeder ein Scheibchen von abschneiden.

    «Ich finde, das zeigt Stärke, dass sie sagt, dass Gesundheit vorgeht und nicht der Erfolg», sagte Seitz bei den Olympischen Spielen in Tokio.

    Da könne sich jeder ein Scheibchen von abschneiden. «Gesundheit bedeutet eben nicht nur, körperlich gesund zu sein, sondern auch mental. Und da hat sie allen nochmal gezeigt, wie wichtig es ist, dass es eben die zwei Sachen sind, auf die es ankommt», sagte die 27-Jährige, die den Mehrkampf im Ariake Gymnastics Center als hervorragende Neunte beendet hatte.

    «Am Ende ist sie auch nur ein Mensch», sagte Kim Bui über die Entscheidung von Biles. Wenn es ihr nicht gut gehe und sie das auch äussere, müsse man das respektieren.

    Simone Biles hatte ihren Startverzicht erklärt und dies mit psychischen Problemen begründet. Die Mehrkampf-Olympiasiegerin von 2016 in Rio de Janeiro hatte zuvor mentale Probleme öffentlich gemacht, nachdem sie das Mannschafts-Finale nach nur einem Gerät abgebrochen hatte.

    Auch Golfer Rory McIlroy äusserte Verständnis für diese Entscheidung. «Ich lebe in den Vereinigten Staaten und alles, was im Fernsehen, auf NBC oder in der Werbung über die Olympischen Spiele lief, war Simone Biles. Ich meine, es waren die Olympischen Spiele von Simone Biles. Das Gewicht, das auf ihren Schultern lastet, ist also enorm», sagte der 32-Jährige.

    Seiner Ansicht habe zuvor schon der Ausstieg von Japans Tennis-Star Naomi Osaka bei den French Open das Thema stärker in den Fokus gerückt. «Ich fand es richtig, dass Naomi Osaka das getan hat und ich stimme Simone hundertprozentig zu», sagte der ehemalige Weltranglistenerste. «Ich bin wirklich sehr beeindruckt von diesen beiden Frauen, dass sie sich selbst an die erste Stelle gesetzt haben.» Dies könne mehr Menschen mit ähnlichen Problemen dazu ermutigen, «sich zu outen und ihre Gefühle mitzuteilen», so McIlroy.

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