game-Verband zu E-Sport-Anerkennung: «Diskussion ist vorbei»

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    Deutschland,

    Obwohl Union und SPD die Anerkennung des E-Sports im Koalitionsvertrag festgeschrieben haben, geht es nur schleppend voran. Nach ersten Schritten stockt es vor allem bei der Gemeinnützigkeit. Der game-Verband fordert eine Lösung bis zum Ende der Legislaturperiode.

    Felix Falk, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Games-Branche e.V, spricht bei dem Eröffnungsgala der #gamesweekberlin 2018. Foto: Lisa Ducret/dpa
    Felix Falk, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Games-Branche e.V, spricht bei dem Eröffnungsgala der #gamesweekberlin 2018. Foto: Lisa Ducret/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Diskussion um die Anerkennung des E-Sport fordert der Verband der deutschen Games-Branche (game) eine politische Lösung bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode.

    «Ich glaube, dass wir in den letzten Jahren gute erste Schritte getan haben», sagte Geschäftsführer Felix Falk bei einer Diskussion auf dem German Esports Summit. «Der Koalitionsvertrag war ein toller Schritt. Bei den Visa-Erleichterungen ging es voran - aber jetzt stockt es.»

    Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag 2018 festgeschrieben, E-Sport «vollständig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkennen» zu wollen. In der Folge wurde diskutiert, doch vor allem beim Thema Gemeinnützigkeit geht es nicht weiter.

    Zwar habe Falk Verständnis dafür, dass es Zeit brauche, um in den Parteien Mehrheiten zu finden. Nun sei jedoch die Frage, wie es im letzten Jahr vor der Wahl umgesetzt werde.

    «Die Diskussion ist jetzt vorbei», sagte Falk. «Wir haben vielleicht gemeinsam Fehler gemacht und zu lange zugelassen, dass diejenigen aus reiner Sportsicht sich mit dem Thema befassen. Eigentlich ist uns im E-Sport der klassische Sport egal.» Der Sport solle eher am E-Sport interessiert sein, um jüngere Menschen anzusprechen.

    «Es geht nicht um die kleinliche Frage, dass Sportfunktionäre Angst haben, dass ihnen jemand in die Suppe spuckt. Das kann man in der Abgabenordnung einfach trennen. Es geht um die gesellschaftspolitische Frage: Will ich eine ganz grosse Gruppe einladen?» Unter den E-Sport-Begeisterten gebe es eine grosse Zahl, die sich auch in Vereinen engagieren wollen würden.

    Auch vom eSport-Bund Deutschland (ESBD) kam Kritik an der langsamen Entwicklung. Während Deutschland einen Marathon laufe, seien andere Länder im Sprint, sagte ESBD-Präsident Hans Jagnow. Die Trennung zwischen Sportsimulationen und anderen Disziplinen sei falsch.

    «Sich auf die Sportsimulationen zu beschränken, um den Vereinen zu helfen, ist keine Politik für den E-Sport, sondern das ist Politik für den DFB», sagte Jagnow. «FIFA und NBA sind wertgeschätzte Teile des E-Sports in Deutschland, aber sie stellen im Verhältnis nur eine kleine Community dar.»

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