Vier Oberseetaler Gemeinden können sich ARA Buholz anschliessen
Vier Oberseetaler Gemeinden können sich der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Buholz in Emmen anschliessen. In Ballwil, Eschenbach, Inwil und Rain sagten die Stimmberechtigten Ja zu Zusatzkrediten für die dazu nötigen Bauarbeiten.

Die Zustimmung betrug jeweils zwischen 83 und 87 Prozent, wie es in einer Mitteilung hiess. In Rain segnete die Stimmbevölkerung das Vorhaben bereits an der Gemeindeversammlung vom 22. September ab. Die Zusatzkredite betrugen zwischen rund 1,1 und 1,7 Millionen Franken.
Damit bezahlen die Gemeinden ihren Teil an die Mehrkosten für den Anschluss, die sich nach der ersten Abstimmung darüber zeigten: Bereits 2021 sagten die Gemeinden, die den Verband ARA Oberseetal mit eigener Anlage in Inwil bilden, Ja zum Anschluss an die ARA Buholz. Zu den Gründen für die Mehrkosten zählen die geologischen Verhältnisse, aufwendige Bauverfahren oder die Teuerung. Gingen die Gemeinden 2021 von Baukosten von rund 10,7 Millionen Franken aus, soll das Projekt nun 15,4 Millionen Franken kosten.
Inbetriebnahme 2028
Somit kann die 4,1 Kilometer lange Anschlussleitung von der heutigen ARA Inwil nach Emmen gebaut werden. Den Betrieb kann sie gemäss Abstimmungsunterlagen voraussichtlich im Herbst 2028 aufnehmen. Teil des Projekts ist auch ein Pumpwerk in Inwil sowie die Stilllegung der bisherigen Anlage.
Die ARA Inwil sei technisch veraltet, stark ausgelastet und habe keine Kapazitätsreserven mehr, hiess es in den Unterlagen weiter. Hingegen verfüge die ARA Buholz über ausreichend Kapazität, um auch das Abwasser der Oberseetaler Gemeinden zu reinigen. Zudem biete sie eine deutlich höhere Reinigungsleistung und sei auch für zukünftige Anforderungen gerüstet.






